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Exzellenzstrategie: Uni Halle bewirbt sich um drei Exzellenzcluster

Nummer 043/2017 vom 04. April 2017
Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) beteiligt sich mit drei Antragsskizzen an der Exzellenzstrategie. Fristgerecht hat die MLU zwei Clusteranträge aus den Material- und Biowissenschaften eingereicht. In Kooperation mit mehreren mitteldeutschen Universitäten wird außerdem ein Exzellenzcluster in den Geistes- und Sozialwissenschaften angestrebt.

"Die Antragsskizzen sind das Ergebnis intensiver Arbeitsprozesse, an denen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus allen Fachbereichen der Universität beteiligt haben", sagt Prof. Dr. Michael Bron, Prorektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs der MLU. "Sie spiegeln eindrücklich die wissenschaftliche Qualität und Strahlkraft unserer Forschungsschwerpunkte wider, die wir in den vergangenen Jahren durch strategische Berufungen gezielt gefördert haben", so Bron weiter. Ein weiterer Vorteil sei, dass die Anträge auch wissenschaftliche Kompetenz der renommierten außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Mitteldeutschland bündeln.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des halleschen Forschungsschwerpunkts "Materialwissenschaften - Nanostrukturierte Materialien" haben die Skizze für ein Cluster mit dem Namen "Responsive und adaptive Grenzflächen" eingereicht. Ziel der Initiative ist es, auf atomarer Ebene ein besseres Verständnis von Grenzflächen und den zugrundeliegenden Prozessen zu erlangen. Auf diese Weise sollen zum Beispiel deutlich verbesserte Materialien für Speichermedien, selbstheilende Polymere oder Transistoren hergestellt werden. Kooperationspartner sind das Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik, das Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS, die Uni Leipzig und das Leibniz-Institut für Oberflächenmodifizierung (IOM).

Die zweite Skizze für das Exzellenzcluster "Proteine als Vermittler pflanzlicher Eigenschaften" geht aus dem Forschungsschwerpunkt "Biowissenschaften - Makromolekulare Strukturen und biologische Informationsverarbeitung" hervor. Darin wollen die Forscherinnen und Forscher künftig untersuchen, wie Variationen in der Genomsequenz einzelner Gene zu unterschiedlichen Proteinen und damit anderen Merkmalen einer Pflanze führen können. Beteiligt sind das Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie (IPB), das Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) und die Uni Leipzig.

Die dritte Skizze "Dialektiken des Globalen" ist ein gemeinsamer Clusterantrag der im Universitätsbund kooperierenden Universitäten Halle, Jena und Leipzig. Die MLU bringt hier ihre Expertise der beiden geisteswissenschaftlichen Forschungsschwerpunkte "Gesellschaft und Kultur in Bewegung. Diffusion - Experiment - Institution" und "Aufklärung - Religion - Wissen" ein. Prominent sollen in diesem Cluster künftig die gegenläufigen Entwicklungen der Globalisierung - zum Beispiel Entgrenzung und Neuverräumlichung - untersucht werden. Die Antragsskizze wurde in Kooperation mit der Universität Erfurt, dem Max-Planck-Institut für Ethnologische Forschung, dem Leibniz-Institut für Länderkunde, dem Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa sowie dem Simon-Dubnow-Institut für jüdische Geschichte und Kultur erarbeitet.

 

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