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Migration und Krieg in der Antike: Altertumsforscher tagen in Halle

Nummer 071/2017 vom 14. Juni 2017
Bei der internationalen 34. Großen Mommsen-Tagung setzen sich rund 130 Altertumswissenschaftler vom 16. bis 18. Juni an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) mit den Auswirkungen von Migration und Krieg in der Antike auseinander. Sie diskutieren, was Krieg mit Soldaten und der darunter leidenden Bevölkerung anrichtete und fragen, ob sich aus der Antike Lösungen oder Prognosen für die heutige Zeit entwickeln lassen. Zur Eröffnung werden der Bildungsminister des Landes Sachsen-Anhalt Marco Tullner und Prof. Dr. Wolfgang Auhagen, Prorektor für Struktur und strategische Entwicklung, die Teilnehmenden in der Aula des Löwengebäudes begrüßen.

Das vielfältige Tagungsprogramm ist in fünf Sektionen eingeteilt. Diese lenken den Fokus unter anderem auf die Wirkungen von Krieg im Inneren und beleuchten die Beziehungen zwischen der griechischen Welt und dem Osten. "Migration und Krieg hat es immer gegeben und wird es immer geben. Beides betrifft uns unmittelbar", sagt Prof. Dr. Stefan Pfeiffer, Lehrstuhlinhaber für Alte Geschichte an der MLU und erster Vorsitzender der Mommsen-Gesellschaft.  Ob sich der Vergleich zwischen Antike und Gegenwart lohnt, soll deswegen in den Vorträgen ebenso diskutiert werden. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Umgang mit Quellen und Daten im digitalen Zeitalter, also die sogenannten "Digital Humanities". Weiterhin werden Bilder vom Krieg und Krieg als Ende oder Neuanfang im Blickpunkt der Vorträge stehen. "Wir Altertumswissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sollten analysieren und feststellen, wie Konflikte in der Vergangenheit entstanden sind und wie sie überwunden werden konnten, denn das Labor der Vergangenheit kann nützliche Informationen für die Analyse moderner Entwicklungen liefern", sagt Pfeiffer weiter. Die Tagung könne dafür nützliche Hinweise geben.

Die Große Mommsen-Tagung wird seit 1950 im Zweijahres-Rhythmus von der Mommsen-Gesellschaft e.V. ausgerichtet. Diese ist mit etwa 750 Mitgliedern der größte fachwissenschaftliche Verband der deutschsprachigen Altertumswissenschaft. Sie vereint alle einschlägigen Fächer wie Lateinische und Griechische Philologie, Alte Geschichte und Klassische Archäologie. Benannt ist die Gesellschaft nach dem Altertumswissenschaftler Theodor Mommsen (1817-1903), der für seine "Römische Geschichte" 1902 den Literaturnobelpreis erhielt. Dieses Jahr hätte er seinen 200. Geburtstag gefeiert.

Interessierte Gäste sind herzlich zur Tagung eingeladen, um eine kurze Anmeldung per E-Mail bei Prof. Dr. Angela Pabst (angela.pabst@altertum.uni-halle.de) wird gebeten. Die Tagungsgebühr beträgt 10 Euro.

Weitere Informationen zur Tagung sowie das ausführliche Programm sind zu finden unter: www.mommsen-gesellschaft.de/vereinstaetigkeiten-2/die-tagungen-der-gesellschaft/grosse-mommsentagung

34. Große Mommsen-Tagung:

Freitag, 16. Juni, bis Sonntag, 18. Juni
Aula im Löwengebäude, Universitätsplatz 11, 06108 Halle (Saale) und
Melanchthonianum, Universitätsplatz 8-9, 06108 Halle (Saale)

 

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