Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Georg Woltersdorf (links) erklärt Minister Armin Willingmann und Rektor Udo Sträter die neue Anlage.
Foto: Maike Glöckner
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Wissenschaftsminister Armin Willingmann übergibt ultraschnellen Laser an die Uni Halle

Nummer 146/2017 vom 11. Dezember 2017
Moderne Technik für herausragende Forschung: Das Institut für Physik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) ist um ein Hochleistungslasersystem reicher: Der Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung Prof. Dr. Armin Willingmann hat soeben das Gerät offiziell an die MLU übergeben. Mit dem Laser können Physiker der MLU neue Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Spintronik umsetzen. Die Anlage hat 464.000 Euro gekostet und wurde zur Hälfte vom Land Sachsen-Anhalt und der Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziert.

"Spitzenforschung braucht kluge Köpfe und eine hochmoderne Infrastruktur. Der Fachbereich Physik an der Universität Halle ist in beiden Bereichen sehr gut aufgestellt. Ich bin davon überzeugt, dass wir mit der Einweihung des neuen Hochleistungslasers den Grundstein für weitere exzellente Forschung legen", sagte der Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt Prof. Dr. Armin Willingmann, der den sogenannten Femtosekundenlaser an den halleschen Physiker Prof. Dr. Georg Woltersdorf übergab.

"Die hallesche Physik ist exzellent. Die Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft und des Landes Sachsen-Anhalt ist hier sehr gut angelegt. Davon zeugt nicht zuletzt der gemeinsam mit Berlin eingeworbene Sonderforschungsbereich", sagte Rektor Prof. Dr. Udo Sträter. Erst vor zwei Wochen war es Physikern der MLU gemeinsam mit der Freien Universität gelungen, einen neuen Sonderforschungsbereich mit dem Titel "SFB/Transregio 227: Ultraschnelle Spindynamik" bei der DFG einzuwerben. Rund 9,3 Millionen Euro stehen den Forscherinnen und Forschern in den nächsten vier Jahren zur Verfügung, um zu untersuchen, wie sich nur wenige Nanometer kleine magnetische Systeme in extrem kurzen Zeitintervallen manipulieren lassen. Aktuell ist das Institut für Physik, das zur Naturwissenschaftlichen Fakultät II der MLU gehört, an drei Sonderforschungsbereichen maßgeblich beteiligt.

"Dass wir das Gerät bei der Antragsstellung bereits eingeworben hatten, war sehr hilfreich", sagt Prof. Dr. Georg Woltersdorf, Vizesprecher des neuen SFB/Transregio. Der Laser erzeugt hochintensive Lichtpulse mit einer Pulsdauer von weniger als 35 Femtosekunden - eine Femtosekunde entspricht dem billiardsten Teil einer Sekunde. Dieses maßgeschneiderte Licht können die Physiker dazu verwenden, um die Dynamik spin-elektronischer Materialien zu untersuchen und weiterzuentwickeln. Langfristig könnten die gewonnenen Erkenntnisse für Datenspeicher und Logikbauteile einer zukünftigen ultraschnellen Informationstechnologie eingesetzt werden.

 

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