Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Prof. Dr. Prakash Chandra Tiwari Foto: Martin-Luther-Univeristät Halle-Wittenberg, Norbert Kaltwaßer
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Vom Himalaja nach Halle

Prakash Chandra Tiwari forscht als Mercator-Professor am Institut für Geowissenschaften

Nummer 177/2007 vom 20. September 2007
Eigentlich forscht und lehrt Prakash Chandra Tiwari auf 2000 Metern Höhe in der Himalaja-Region. Doch für ein Jahr hat der 51-jährige Inder nun seinen Arbeitsplatz an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU). Er ist einer von zehn Mercator-Gastprofessoren, deren Aufenthalt in Deutschland die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert. Die „sehr gute Ausstattung“ habe ihn nach Halle gelockt, erklärt Tiwari. Der Umweltexperte will sich an der MLU mit einem Vergleich der Veränderungen im Himalaja und in den Alpen im Zuge des Klimawandels beschäftigen.

Professor Tiwari ist auf Einladung des Geoökologen Prof. Dr. Manfred Frühauf an die Martin-Luther-Universität gekommen und bleibt bis zum 31. Juli 2008 am Institut für Geowissenschaften. „Für mich ist es eine große Ehre, an einer der ältesten Universitäten Deutschlands zu arbeiten“, sagt Professor Tiwari. Bei seinem ersten Besuch in Halle im Zuge eines Aufenthalts am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung vor fünf Jahren habe er sofort einen äußerst positiven Eindruck von der Universität gehabt.

„Mich interessiert die landnutzungsbedingte Instabilität von Gebirgsregionen und der Zusammenhang mit dem Klimawandel“, führt Tiwari aus. „Ich weiß daher den in Halle vorhandenen geoökologischen Sachverstand zu schätzen und die sehr gute Ausstattung, zum Beispiel mit Messtechnik. Die Forschungsbedingungen für mich sind exzellent.“ Der Experte für das Management natürlicher Ressourcen wird an der Martin-Luther-Universität aber auch lehren. Schließlich gibt es an der Hochschule seit dem Wintersemester 2006/07 den Bachelor-Studiengang „Management natürlicher Ressourcen“, in den derzeit 25 Studierende eingeschrieben sind. „Besser als mit Professor Tiwari als Gast im Mercator-Programm konnte das gar nicht passen“, konstatiert Prof. Dr. Frühauf.

Tiwari und Frühauf wollen in den kommenden Monaten auch ein gemeinsames Forschungsprojekt zum Himalaja erarbeiten, um dafür dann einen Förderantrag bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft zu stellen. Mittelfristig sei auch ein Austausch Studierender denkbar. Tiwari kommt von der Kumaun Universität in Nainital im indischen Bundesstaat Uttarakhand.

Im Januar will Prakash Chandra Tiwari seine Frau und seine beiden Söhne (11 und 14 Jahre alt) nach Halle holen und bis dahin Grundkenntnisse der deutschen Sprache erlernen. „Ich hoffe, ich kann mich dann im Alltag einigermaßen verständigen. In meinen Seminaren wird aber stets Englisch gesprochen.“

Mit dem Mercator-Gastprofessurenprogramm bietet die DFG deutschen Hochschulen die Möglichkeit, hochqualifizierte im Ausland tätige Wissenschaftler zu einem von der DFG finanzierten Aufenthalt in ihren Instituten einzuladen. Im Vordergrund soll die Zusammenarbeit an gemeinsamen Forschungsvorhaben stehen; mit der Übernahme von Aufgaben in der Lehre durch die Gäste soll die forschungsbetonte Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses eine deutliche internationale Komponente in den gastgebenden Instituten erhalten.

Das Studienprogramm „Management natürlicher Ressourcen“ im Internet:

http://www.ressourcenmanagement.uni-halle.de/

 

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