Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Nadine Pachulski und Dr. Matthew J. Jones organisieren die Sommerschule der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg an der Hanbat National University in Daejeon (Südkora).
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Kristallisation mit Sauerkraut

Hallesche Wissenschaftler veranstalten vom 27.8. bis 8.9. eine Sommerschule in Südkorea

Nummer 161/2007 vom 21. August 2007
Die Kristallisation im Bereich der pharmazeutischen Industrie steht im Mittelpunkt der 3. Sommerschule, die die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) vom 27. August bis zum 8. September 2007 im südkoreanischen Daejeon veranstaltet. Pharmazeuten, Ingenieure und Chemiker unterrichten 25 koreanische Master-Studenten und Doktoranden. Eine hallesche Doktorandin organisiert zudem einen deutschen Abend – und verabschiedet sich damit zugleich von der MLU. Sie arbeitet ab Oktober bei Dow Chemical.

„Die Resonanz war wieder beachtlich“, freut sich Dr. Matthew Jones. Der Mitarbeiter am Lehrstuhl für Thermische Verfahrenstechnik der MLU organisiert die Sommerschule in Deajeon und berichtet, dass es „deutlich mehr Bewerber als Plätze gab“. Der Erfolg der beiden ersten Sommerschulen, initiiert von Lehrstuhlinhaber Prof. Dr. Joachim Ulrich, setze sich somit fort.

Die Sommerschule findet statt an einer Partneruniversität der MLU, der Hanbat National University. Teilnehmen werden auch Nachwuchswissenschaftler der Chungnam National University, zu der die hallesche Hochschule ihre Kontakte zuletzt intensiviert hat. „Wir wollen den internationalen Austausch fördern, dazu eignet sich die Sommerschule hervorragend“, sagt Jones. „Zugleich können wir für das deutsche Ausbildungssystem werben. Schließlich würden wir gerne mehr koreanische Studierende in Halle begrüßen.“ Gefördert wird das Projekt vom Deutschen Akademischen Austauschdienst.

Bei der Fortbildungsveranstaltung in Korea dreht sich alles um das Thema Kristallisation. „Es geht dabei um einen wichtigen Trennprozess, insbesondere für pharmazeutische Produkte und Feinchemikalien“, erklärt Jones. Die hallesche Lehr-Delegation sei dementsprechend interdisziplinär und hochkarätig besetzt. Fünf der acht Lehrenden, die in Korea Seminare anbieten, sind Professoren aus den Bereichen Pharmazie, Ingenieurwissenschaften und Chemie.

Die Jüngste im Team der MLU ist Nadine Pachulski. Die 26-Jährige hat vor Kurzem ihre Doktorarbeit abgegeben. Ihr Thema: „Herstellung von pharmazeutischen Tablettenkörpern mit einem Gefrierguss-/Sol-Gel-Prozess“. Es geht dabei um ein Alternativverfahren für die Herstellung von Tabletten. „Schließlich gibt es Inhaltsstoffe, die sich nicht so leicht verpressen lassen“, erläutert die Doktorandin. Unter anderem über dieses Thema wird sie in Korea sprechen. Zudem organisiert sie den deutschen Abend. „Da gibt es dann Informationen über Land und Leute sowie zum Promovieren in Deutschland.“ Aber nicht nur das. Die halleschen Wissenschaftler wollen den koreanischen Sommerschülern auch kulinarisch etwas bieten: „Wir werden einige Lebensmittel im Gepäck haben, zum Beispiel Hallorenkugeln, Sauerkraut und Sekt. Allerdings wissen wir noch nicht, ob wir alles durch den Zoll bekommen.“ Nadine Pachulski freut sich sehr auf den Korea-Aufenthalt, sieht sie ihn doch auch als perfekten Ausstand an: Ab 1. Oktober arbeitet sie bei der Dow Olefinverbund GmbH in Schkopau – „ein Traumjob“.

Planungen für weitere Sommerschulen laufen bereits. „Eventuell werden wir im kommenden Jahr auch Industrievertreter in Korea weiterbilden“, kündigt Matthew Jones an. Zudem soll es 2008 eine Sommerschule in Halle geben, „die dann vornehmlich Absolventen der MLU aus dem Ausland offen steht“.

 

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