Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Roland Scheer übernimmt Q-Cells-Stiftungsprofessur für Photovoltaik

Nummer 128/2010 vom 01. Juni 2010
Die Stiftungsprofessur des Photovoltaik-Unternehmens Q-Cells an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) hat zum 1. Juni 2010 Prof. Dr. Roland Scheer übernommen. Der 51-Jährige war zuvor stellvertretender Institutsleiter am Helmholtz-Zentrum Berlin und arbeitet nun am Institut für Physik der MLU auf dem Gebiet der Photovoltaik. Die Q-Cells SE aus Bitterfeld-Wolfen finanziert die Stiftungsprofessur und deren personelle Ausstattung über fünf Jahre.

Zwischen dem Institut für Physik und dem Solarunternehmen, das zu den größten weltweit zählt, besteht bereits eine Kooperation, die durch die Stiftungsprofessur noch vertieft wird. „Seit mehreren Jahren lehren Mitarbeiter von Q-Cells als Dozenten an der MLU. Mit der Stiftungsprofessur verbinden wir unser Engagement in die universitäre Forschung und Entwicklung neuer Photovoltaik-Technologien mit der Ausbildung und Förderung von qualifiziertem Nachwuchs in Deutschland", sagt Gerhard Rauter, Vorstandsmitglied für Produktion und Technologie der Q-Cells SE.

Für Prof. Dr. Wulf Diepenbrock, Rektor der Martin-Luther-Universität, ist damit ein wichtiger Schritt getan: „Die benachbarten Industrieunternehmen erkennen zunehmend, dass Forschungsinnovation und solide ausgebildete Spitzenkräfte nur in enger Kooperation von Unternehmen mit der Universität möglich sind. Die MLU ist froh, in Roland Scheer einen so ausgewiesenen Fachmann mit Theorie- und Praxiserfahrung gewonnen zu haben."

Genau diese Verbindung zwischen Forschung und Wissenstransfer reizt Scheer an seiner neuen Position als Fachgruppenleiter Photovoltaik. Zudem schätzt er das gute Forschungsumfeld in Halle. „In Laufnähe meines Lehrstuhls befinden sich das Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik und das Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik", sagt der Berliner. „Außerdem ist die MLU bereits Partner im Spitzencluster Solar Valley Mitteldeutschland des Bundesministeriums für Bildung und Forschung."

Scheer promovierte an der Technischen Universität Berlin und beschäftigte sich dabei mit den elektronischen und strukturellen Eigenschaften eines Halbleiters, der für Herstellung von Dünnschichtsolarzellen nötig ist. Der gebürtige Berliner verfügt nicht nur über ein Physik-Diplom, sondern ist auch Ingenieur für Nachrichtentechnik. Zudem ist er Mitbegründer des Solarmodulherstellers Sulfurcell GmbH in Berlin.

Seine Forschungen führten Scheer bereits nach Japan und Israel, nun ist er im Solar Valley Mitteldeutschland angekommen. An der MLU will er künftig Experten auf dem Gebiet der Photovoltaik ausbilden. Das sei wichtig, da Photovoltaik eines Tages den größten Anteil der Energie bereitstellen werde. Besonders spannend an seinem Fachgebiet findet der 51-Jährige das Erschließen komplizierter innerer Vorgänge einer Solarzelle auf der Basis von einfachen Experimenten.

 

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