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Hallesche Schüler mit Archäologen auf Grabungsexkursion

Projekt „Herausforderung Mensch“ an der Martin-Luther-Universität erfolgreich gestartet

Nummer 158/2007 vom 17. August 2007
Über 100 Schüler aus Halle und der Region forschen und studieren ein Schuljahr lang unter universitärer Begleitung. Dies ist der erste Erfolg des Netzwerkprojekts „Herausforderung Mensch“, das neun Einrichtungen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg gestartet haben, um Wissenschaft in Schulen zu bringen. Weitere Teilnehmer ab der 8. Klasse sind herzlich willkommen und ausdrücklich gewünscht. In einem der Teilprojekte begeben sich Schüler aus Halle vom 19. bis 23. August 2007 zusammen mit halleschen Wissenschaftlern auf archäologische Grabungsexkursion in das Naherholungsgebiet Solling bei Göttingen.

In fünf Teilprojekten geisteswissenschaftlicher Einrichtungen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg erhalten in diesem Schuljahr über 100 Schüler Einblicke in Archäologie, Psychologie, Orientwissenschaft und ihre Zweigwissenschaften, Philosophie, Sprechwissenschaft, Soziologie, Medien- und Kommunikationswissenschaft und Altertumswissenschaft. Die Schüler haben zum einen die Möglichkeit, ihre Noten zu verbessern, indem sie Facharbeiten oder sogenannte besondere Lernleistungen – eine Hausarbeit, die in das Abitur eingebracht werden kann – schreiben. Zum andern können sie die Teilnahme als Schnupperstudium nutzen und ihre Vorstellungen vom universitären Studium präzisieren. Damit können sie besser abschätzen, welchen Bildungsweg sie nach dem Erlangen der Hochschulreife beschreiten wollen.

Erste Ergebnisse der Teilprojekte werden am 16./17. November auf einem Symposium der Robert Bosch Stiftung in Essen zu sehen sein. Die Stiftung fördert das Gesamtprojekt mit 116.000 Euro. Die eigentliche Ergebnispräsentation aller Teilprojekte wird dann im Juli 2008 auf einem Schülerkongress stattfinden.

Eines der fünf Teilprojekte trägt den Titel „Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit – Alltagsgeschichte und Überlebensstrategien 500- 1700“. Im Kontext dieses Teilprojektes begeben sich Schüler aus Halle vom 19. bis 23. August 2007 zusammen mit halleschen Wissenschaftlern auf archäologische Grabungsexkursion in das Naherholungsgebiet Solling bei Göttingen. Prof. Dr. Hans-Georg Stephan vom Institut für Kunstgeschichte und Archäologien Europas der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg begleitet die Schüler des Landesbildungszentrums für Hörgeschädigte zusammen mit ihrer Lehrerin Bärbel Bastian und mehreren Eltern auf den halleschen Lehrgrabungen.

Hauptgrabungsort für die Exkursion ist die Ausgrabung der Dorfwüstung Schmeesen im Solling. Die mittelalterliche Siedlung Schmeesen weist neben einer Kirche Gräber und Bebauungsstrukturen auf. Im Umfeld können prähistorische Bodendenkmäler in Form von Grabhügeln der Bronzezeit bei Waldspaziergängen ebenso entdeckt werden wie Relikte einer mittelalterlichen Waldnutzung. Neben der reinen Ausgrabungstätigkeit wird so das Erkennen von Kulturlandschaft an obertägig sichtbaren Objekten spielerisch erlernt. Neben der Hauptgrabung, auf welcher vor allem die Grabungstechnik erlernt und die Aussagemöglichkeiten der Befunde erforscht werden, stehen weitere Grabungen in den Landkreisen Northeim und Holzminden mit abweichenden Sieldungsstrukturen zur Verfügung, so die Glashütte Lakenborn, die Stadtwüstung Nienover und die Wüstungskirche Winnefeld.

Die Begeisterung für archäologische Grabungen hat inzwischen dazu geführt, die Lehrgrabungen auch für die interessierte Öffentlichkeit zu öffnen. Auf Anfrage werden Führungen und die Mitwirkung an Grabungen angeboten. Wenn die Schüler am 24. August wieder zurück in Halle sind, werden sie um einige Erfahrungen, Eindrücke und Fotos ihrer archäologischen Tätigkeiten reicher sein

Weitere Informationen im Internet:

www.zsb.uni-halle.de/herausforderung-mensch

 

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