Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki Moon, nimmt die von der Arbeitsgruppe des akademischen Netzwerks des „Global Compact“ erarbeiteten „Principles for Responsible Management Education“ entgegen. Quelle: Global Compact/Guaresi
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Hallesche Wirtschaftsethik gehört zu internationalen Vorreitern

Bekenntnis zu den „Principles for Responsible Management Education“

Nummer 146/2007 vom 23. Juli 2007
Die Juristische und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) hat sich am heutigen Montag, 23. Juli 2007, offiziell zu den „Principles for Responsible Management Education“ bekannt. Sie gehört damit zu den
Erstunterzeichnern der Prinzipien, die beim Führungstreffen des „Global Compact“
der Vereinten Nationen vom 4. bis 5. Juli in Genf angenommen wurden. Damit
unterstreichen die halleschen Wirtschaftswissenschaften ihre Vorreiterrolle in der
wirtschaftsethischen Ausbildung von Führungskräften.

Das akademische Netzwerk des „Global Compact“ der Vereinten Nationen hatte Anfang dieses Jahres eine internationale Arbeitsgruppe eingesetzt, die Prinzipien für die wirtschaftsethische Management-Ausbildung formulieren sollte. Für die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg arbeitete Prof. Dr. Ingo Pies, Inhaber des Stiftungslehrstuhls für Wirtschaftsethik, an der Formulierung dieser „Principles for Responsible Managament Education“ mit. Er war auch Mitglied der Delegation, die beim Führungstreffen des „Global Compact“ in Genf die Ergebnisse dem Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki Moon, überreichte. Ban Ki Moon rief daraufhin die Universitäten dieser Welt auf, sich zu diesen wirtschaftsethischen Prinzipien zu bekennen und sie in ihrer Ausbildung von Führungskräften zu beherzigen.

Die Wirtschaftswissenschaften der Universität Halle-Wittenberg gehören nun zur internationalen Spitzengruppe von Business Schools, die sich als Erstunterzeichner zu diesen Prinzipien bekennen und eine Vorreiterrolle bei der konkreten Umsetzung einnehmen. „Konfrontiert mit steigenden gesellschaftlichen Ansprüchen, gehen weltweit immer mehr Unternehmen dazu über, soziale und ökologische Anliegen in ihre strategischen Entscheidungen mit einzubeziehen. Dafür braucht man Manager, die über eine nachhaltige Problemlösungskompetenz verfügen. Hier muss die Ausbildung von Führungskräften neue Wege gehen“, sagt Prof. Dr. Ingo Pies. „Die Wirtschaftswissenschaften in Halle stellen sich dieser Herausforderung: Im Unterschied zu den meisten anderen Universitäten können sich Studierende in unseren Bachelor-Programmen intensiv mit den ethischen Grundfragen der Sozialen Marktwirtschaft auseinandersetzen. Und in unseren Master-Programmen an der MLU bieten wir die Schwerpunkte ‚Wirtschaftsethik’ und ‚Nachhaltigkeitsökonomik’ an. Hier verwirklichen wir auf eine sehr zeitgemäße Weise das alte Humboldtsche Ideal, die an der aktuellen Forschungsfront gewonnenen Erkenntnisse unmittelbar in die Lehre einzuspeisen. Damit setzen wir Standards, die für andere Universitäten wegweisend sind.“

Hintergrund: Der Lehrstuhl für Wirtschaftsethik an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ist Mitglied im akademischen Netzwerk des „Global Compact“ der Vereinten Nationen. Der Global Compact ist die weltweit bedeutendste Initiative zur Förderung und Verbreitung von Unternehmensverantwortung (Corporate Citizenship). Seit seiner Gründung im Jahr 2000 haben sich über 3000 Unternehmen aus mehr als 90 Ländern dazu verpflichtet, die Menschenrechte und die Umwelt zu schützen, faire Arbeitsbedingungen sicherzustellen und gegen Korruption vorzugehen.

 

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