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3. Mitteldeutsches Technologie-Treffen bei Bayer in Bitterfeld

Universitäten Halle-Wittenberg, Leipzig und Jena stellen aktuelle Forschungsthemen vor

Nummer 223/2007 vom 06. November 2007
Am Donnerstag, 15. November 2007, richtet die Bayer Bitterfeld GmbH als Gastgeber das 3. Mitteldeutsche Technologietreffen aus. Aktuelle Themen der Forschung innerhalb der Pharmazeutischen Technologie und der Biopharmazie werden einem Fachpublikum aus den Universitäten Halle-Wittenberg, Leipzig und Jena vorgestellt, die im Mitteldeutschen Universitätsverbund kooperieren.

Dr. Hans-Joachim Raubach, Geschäftsführer der Bayer Bitterfeld GmbH, sagt dazu: „In der Tradition der Forschung der Bayer AG begrüßen wir die Gäste aus den mitteldeutschen Universitäten sehr herzlich in unserem Unternehmen. Vor dem Hintergrund einer hochmodernen Technologie zur Herstellung unserer Tabletten erwarten wir interessante wissenschaftliche Vorträge.“

Im Rahmen der Tagung werden viele wissenschaftliche Beiträge vorgestellt. Prof. Dr. Michaela Schulz-Siegmund, Universität Leipzig, referiert zum Thema „Tissue Engineering von Knochen – Biomaterialien, Stammzellen, Controlled Release“. Danach tragen Nachwuchswissenschaftler der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, der Universität Leipzig und der Friedrich-Schiller-Universität Jena ihre aktuellen Forschungsergebnisse vor. Die Vortragsthemen reichen von der Biotechnologie über die Gewebsregeneration (Tissue Engeneering) bis hin zur Verbindung von Nanowissenschaften und „Klassischer Galenik“.

Die pharmazeutische Technologie und Biopharmazie ist ein vielseitiger und interdisziplinärer Wissenschaftszweig, der sich mit der Herstellung und Optimierung von Arzneimitteln beschäftigt. Die zunehmende Bedeutung der Biotechnologie und Nanowissenschaften wird auch im Forschungsprofil der mitteldeutschen Universitäten deutlich. In Jena werden im Arbeitskreis von Prof. Alfred Fahr liposomale Systeme entwickelt, die schwerlösliche Arzneistoffe gezielt in das Tumorgewebe transportieren. Die Züchtung von Knochengewebe zur Verbesserung der Therapie wird in Leipzig (Prof. Michaela Schulz-Siegmund) und in Halle (Prof. Karsten Mäder) verfolgt. Schwerpunkte der halleschen Forschung sind nanoskalige Arzneiträgersysteme und neue, nichtinvasive Charakterisierungsmethoden (Prof. Karsten Mäder, Prof. Reinhard Neubert). Die Tablettierung von empfindlichen Substanzen wird intensiv von PD Katharina Maria Picker-Freyer untersucht. Im halleschen Institutsbereich forschen seit kurzem auch die Professoren Markus Pietsch und Thomas Groth auf den Gebieten pharmazeutische Biotechnologie und Biomaterialien. In Halle wird gegenwärtig die Etablierung des deutschlandweit ersten Masterstudiengangs „Pharmaceutical Biotechnology“ für 2008 vorbereitet.

Die Arbeitsweise der mitteldeutschen Gruppen ist durch eine enge Kooperation untereinander und durch aktive Mitwirkung in Forschungsverbünden wie zum Beispiel das Translationszentrum regenerativer Medizin Leipzig-Halle und den Exzellenzcluster „Nanostrukturierte Materialien“ gekennzeichnet. Ein sehr enger Kontakt besteht zu kleinen und mittelständischen lokalen sowie globalen Unternehmen der Pharmaindustrie und Biotechnologie, woraus eine anwendernahe Forschung und Drittmitteleinnahmen resultieren.

Die Bayer AG ist mit ihren Standorten in Bitterfeld, Weimar, Jena, Berlin, Monheim und Leverkusen ein guter Kooperationspartner. Die Zusammenarbeit reicht von der Vergabe von Auftragsforschung, Diplom- und Promotionsthemen bis zur Möglichkeit der Betriebsbesichtigung für die Studenten. Als Gründungsmitglied und Gesellschafter der Bio Mitteldeutschland (BMD) unterstützt die Bayer Bitterfeld GmbH seit dem Jahr 1997 die Entwicklung der Biotechnologie als neuen Wirtschaftsbereich im Land Sachsen-Anhalt. Das 3. Mitteldeutsche Technologietreffen bei der Bayer Bitterfeld GmbH trägt dazu bei, den hohen Standard der Lehre, Forschung und Produktion zu sichern und den wissenschaftlichen Standort Mitteldeutschland zu stärken.

Das Vortragsprogramm und Angaben zu den Forschungsschwerpunkten der Arbeitsgruppen finden Sie in Form eines PDF-Dokuments im Internet unter:

http://pharmtech.pharmazie.uni-halle.de/downloads/mdt2007bitterfeld.pdf

 

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