Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Shirin A. Fozi
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Romanikforschungspreis geht an Amerikanerin

Nummer 198/2011 vom 13. September 2011
Das Europäische Romanik Zentrum e. V. (ERZ), An-Institut der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU), verleiht in diesem Jahr erstmals den Internationalen Romanikforschungspreis. Die Amerikanerin Shirin A. Fozi erhält den mit 2000 Euro dotierten Preis für ihre an der Harvard University (USA) eingereichte Dissertation über Grabskulpturen im Heiligen Römischen Reich. Der Preis soll künftig für herausragende Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Romanik jährlich an junge Nachwuchswissenschaftler vergeben werden.

Shirin A. Fozi (geb. 1979, San Diego, USA) liefert mit ihrer Promotion erstmals einen umfassenden Überblick über die Anfänge der figürlichen Grabmalskunst des 11. und frühen 12. Jahrhunderts im damaligen Heiligen Römischen Reich (Titel der Arbeit: „The Body Recast and Revived: Figural Tomb Sculpture in the Holy Roman Empire, 1080–1160“). Der Preisträgerin gelingt es, die Problematik um die Entstehung des figürlichen Grabmals mit den aktuellen Diskussionen um Konzepte von Körperlichkeit und Erinnerung (Memoria) zu verbinden und somit neue Impulse für die zukünftige Forschung zu geben. Ein besonderer Fokus der Arbeit liegt auf prominenten Beispielen aus Sachsen-Anhalt: der Grabplatte Rudolfs von Schwaben (+ 1080) im Merseburger Dom und den frühen Grabsteinen der Quedlinburger Äbtissinen in der dortigen Stiftskirche.

Sachsen-Anhalts Wissenschaftsministerin Prof. Dr. Birgitta Wolff und der Dekan der Philosophischen Fakultät I der MLU, Prof. Dr. Burkhard Schnepel, überreichen den Preis. Die Laudatio hält der Direktor des Europäischen Romanik Zentrums, Prof. Dr. Wolfgang Schenkluhn. Im Anschluss an die Preisverleihung hält Prof. Dr. Franz Felten (Mainz) einen Festvortrag zum Thema „Frauen im Umfeld der Klosterreform des 11. Jahrhunderts“.

Der Romanikforschungspreis wird gefördert durch die Stiftung der Saalesparkasse und Gerhard Mauch, Ludwigshafen.

Die Forschungs- und Bildungsstätte ERZ beschäftigt sich mit der Architektur, Kunst, Archäologie, Theologie, Geschichte und Rechtsgeschichte der europäischen Romanik. Wissenschaftler verschiedener Disziplinen gründeten den gemeinnützigen Verein im Jahr 2006 mit dem Ziel, die Kunst und Kultur der Romanik zu erforschen und zu vermitteln. Das An-Institut der MLU hat seinen Sitz im Merseburger Dom, einem der zahlreichen historischen Denkmäler der bedeutenden romanischen Kulturregion Sachsen-Anhalt.

Weitere Informationen unter: www.romanik-zentrum.eu

 

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