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Disputation in Wittenberg: "Freiheit – Chancen und Grenzen"

Nummer 239/2011 vom 25. Oktober 2011
Die wissenschaftliche Disputation am Reformationstag gehört zur guten Tradition im akademischen Leben der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU). Am 31. Oktober geht es diesmal in Wittenberg um das Thema „Freiheit – Chancen und Grenzen“ (Beginn: 15 Uhr). Vor der Disputation ziehen die Mitglieder des Akademischen Senats der MLU in ihren historischen Talaren vom Rathaus zur Stiftung Leucorea (14:30 Uhr).

„Reformation und Freiheit" lautet das aktuelle Jahresthema der auf das Reformationsjubiläum 2017 hinlaufenden Reformationsdekade. „Vor diesem Hintergrund wollen wir Chancen und Grenzen von Freiheit aufzeigen, vor allem im Hinblick auf das Verhältnis von Freiheit und Gerechtigkeit", sagt MLU-Theologie-Professor Ernst-Joachim Waschke, der die Disputation moderieren wird. Eröffnet wird sie durch Dr. Detmar Doering, Leiter des Liberalen Instituts der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit. Die Gegenrede hält Prof. Dr. Andreas Suchanek, Vorstandsvorsitzender des Zentrums für Globale Ethik (Wittenberg) und Inhaber des Dr. Werner Jackstädt-Lehrstuhls für Wirtschafts- und Unternehmensethik an der Handelshochschule Leipzig.

Im Fokus ihrer Reden wird das Verhältnis von Freiheit und Gerechtigkeit im Kontext gegenwärtiger Wirtschaftsformen stehen. „Eines der dabei zu diskutierenden Probleme betrifft das in der Sozialen Marktwirtschaft ständig auszugleichende Spannungsfeld, das zwischen der Marktgerechtigkeit und der Verteilungsgerechtigkeit besteht", erklärt Ernst-Joachim Waschke. „Die Disputation soll sich aber nicht allein auf diesen Bereich beschränken, sondern durch drei Hallenser Disputanten vertieft und erweitert werden."

Die MLU-Disputanten sind Prof. Dr. Michael Germann (Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Staatskirchenrecht und Kirchenrecht), Prof. Dr. Andreas Pečar (Lehrstuhl für die Geschichte der frühen Neuzeit) und Prof. Dr. Reinhold Sackmann (Lehrstuhl für Soziologie, insbesondere Sozialstrukturanalyse moderner Gesellschaften). In ihren Diskussionsbeiträgen werden sie nicht nur nach den historischen Wurzeln der um Freiheit und Gerechtigkeit geführten Debatte fragen, sondern auch die Bedeutung diskutieren, welche die Freiheit als Grundlage der Menschenrechte vor dem Hintergrund der Globalisierung besitzt oder wie diese Freiheit durch entsprechende Rechtsnormen gewährt und gesichert wird

Die Disputation beginnt um 15 Uhr in der Stiftung Leucorea, Collegienstr. 62, 06886 Lutherstadt Wittenberg. Der Rektor der Universität Prof. Dr. Udo Sträter und der Wittenberger Oberbürgermeister Eckhard Naumann begrüßen die Disputanten und die Zuhörerschaft. Bereits um 14:30 Uhr ziehen die Mitglieder des Akademischen Senats der MLU in Talaren vom Rathaus zur Stiftung Leucorea.

 

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