Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Preisträger des Diplompreises der Serumwerk Bernburg AG: Alexander Rohe

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Auszeichnungen für hallesche Pharmazie-Absolventen

Nummer 266/2011 vom 28. November 2011
Dr. Mathias Müller und Alexander Rohe erhalten am Freitag, 2. Dezember 2011, als Auszeichnung für ihre herausragenden Forschungsarbeiten am Institut für Pharmazie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) von zwei Unternehmen der Region gestiftete Förderpreise. Die Verleihung des Wissenschaftspreises der Bayer-Bitterfeld GmbH und des Diplompreises der Serumwerk Bernburg AG finden im Rahmen des Festaktes zur Zeugnisübergabe an die Absolventen des pharmazeutischen Institutes in der historischen Aula im Löwengebäude der MLU statt.

Mit dem Wissenschaftspreis der Bayer-Bitterfeld GmbH, dotiert mit 1000 Euro, wird Dr. Mathias Müller für seine Doktorarbeit "Massenspektrometrische Untersuchungen an Peroxisom-Proliferator-aktiviertem Rezeptor alpha" geehrt. In seiner Dissertation widmete sich Müller der strukturellen Untersuchung des Rezeptors und dessen Komplexen mit potentiellen Arzneistoffen. Der Rezeptor steuert den Fettsäureabbau in der Leber und im Skelettmuskel und erscheint daher als vielversprechendes Angriffsziel bei der Entwicklung lipidsenkender Wirkstoffe. Müller wiederum hat eine neuartige Strategie entwickelt, um zu ermitteln, an welchen Stellen des Rezeptors unterschiedliche Arzneistoffe binden können und Wirkung entfalten. "Der entscheidende Vorteil dieses Ansatzes liegt im geringen Substanzverbrauch, da nur geringste Mengen an Protein und Arzneistoff für die Analyse nötig sind", erklärt Institutsleiter Prof. Dr. Wolfgang Sippl. Daher sei diese Methodik auch für die Anwendung im Hochdurchsatz-Screening zur Entwicklung neuer Arzneistoffe geeignet.

Den vom Serumwerk Bernburg gestifteten und mit 500 Euro dotierten Preis für die beste Diplomarbeit erhält Alexander Rohe in Anerkennung für seine Arbeit "Untersuchungen zur humanen Myt1-Kinase - Assayentwicklung und Enzympräparation". Das Enzym Myt1-Kinase gehört zu den Proteinkinasen, die unter anderem das Wachstum der Zellen kontrollieren, und bietet einen potenziellen Ansatzpunkt in der Krebstherapie. Die Arbeit beschäftigt sich mit Aspekten der Gewinnung der Myt1-Kinase sowie Möglichkeiten zur Untersuchung der Hemmwirkung verschiedener Substanzen auf dieses Enzym. "Der hohe wissenschaftliche Wert der Arbeit und ihre Bedeutung für die weiterführende Forschung haben uns bewogen, Herrn Rohe mit dem Diplompreis auszuzeichnen", sagt Dr. Christoph Huschka, Leiter der Herstellung im Serumwerk Bernburg.

"Wir freuen uns, dass die einheimische pharmazeutische Industrie durch die Verleihung des Preises die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses im Institut für Pharmazie an unserer Universität national sichtbar unterstützt", so Professor Sippl. Auch Dr. Huschka untermauert die Bedeutung der Kooperation zwischen Universität und Unternehmen: "Die Vergabe des Diplomandenpreises ist das Ergebnis einer langjährigen und fruchtbaren Zusammenarbeit mit der Martin-Luther-Universität. Mit dem Preis wollen wir junge Menschen für ein Studium und einen Arbeitsplatz in unserer Region interessieren."

Die Festveranstaltung zur Verleihung der Preise und Übergabe der Abschlusszeugnisse wird gemeinsamen vom Institut für Pharmazie und der Landesapothekerkammer Sachsen-Anhalt ausgerichtet. Den Festvortrag hält Dr. Hans-Joachim Raubach, ehemaliger Geschäftsführer der Bitterfelder Bayer-Tochter und heute Standortleiter der Bayer Pharma AG in Berlin.

Preisträger des Diplompreises der Serumwerk Bernburg AG: Alexander Rohe
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Preisträger des Diplompreises der Serumwerk Bernburg AG: Alexander Rohe

(Foto: privat)
Preisträger des Wissenschaftspreises der Bayer-Bitterfeld GmbH: Dr. Mathias Müller
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Preisträger des Wissenschaftspreises der Bayer-Bitterfeld GmbH: Dr. Mathias Müller

(Foto: privat)
 

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