Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Privatdozent Dr. Jürgen Henk forscht an der MLU zur Spintronik. (Foto: privat)
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Neuer MLU-Physiker mit Publikation in "Nature Communications"

Nummer 017/2012 vom 27. Januar 2012
Seit Jahresbeginn forscht PD Dr. Jürgen Henk an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Team von Prof. Dr. Ingrid Mertig, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs (SFB) 762. Sein Fachgebiet ist die Spintronik, ein neues Forschungsgebiet in der Nanoelektronik. Aktuelle Ergebnisse veröffentlichte er am 24. Januar in der renommierten Fachzeitschrift „Nature Communications“.

„Ich freue mich besonders darüber, dass ich im Team von Frau Mertig jetzt verstärkt mit Studierenden zusammenarbeiten kann“, sagt Jürgen Henk, der mit einer Vorlesung über Theoretische Physik in den Lehrbetrieb einsteigt. Bereits am halleschen Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik arbeitete der Wissenschaftler viele Jahre eng mit Forschern der MLU zusammen. Seit der Etablierung des Sonderforschungsbereichs 762 „Funktionalität oxidischer Grenzflächen“ 2008 ist er Co-Leiter des dort angesiedelten Projekts „Magnetoelektrische Kopplung in multiferroischen Heterostrukturen“.

Jürgen Henk erforscht die elektronischen Eigenschaften von Grenzflächen und Oberflächen. Gemeinsam mit PD Dr. Arthur Ernst vom MPI für Mikrostrukturphysik und einem internationalen Team von Physikern war es dem 51-Jährigen 2011 erstmals gelungen, topologische Isolatoren mit ganz bestimmten Merkmalen theoretisch vorherzusagen. Topologische Isolatoren sind nicht-leitende Stoffe mit einer ungewöhnlichen Eigenschaft: An der Oberfläche dieser Materialien können Elektronen, die sich normalerweise chaotisch bewegen, mit einer erstaunlichen Ordnung fließen. Diese Materialien könnten künftig unter anderem dazu dienen, leistungsfähigere Computer zu konstruieren. Die Forschungsergebnisse wurden am 24. Januar in der renommierten Fachzeitschrift „Nature Communications“ veröffentlicht.

Jürgen Henk studierte in Kiel, wo er im Bereich Theoretische Physik auch promoviert wurde. Er forschte in Jülich, Duisburg und im schwedischen Uppsala, bevor er 1999 an das Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik in Halle kam. 2005 habilitierte er sich an der MLU mit einer Schrift über die Theorie der Elektronenspektroskopie.

Der an der MLU angesiedelte SFB 762 „Funktionalität oxidischer Grenzflächen“ wird seit 2008 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft in Millionenhöhe gefördert. Zum Jahresbeginn 2012 hat die zweite vierjährige Förderphase begonnen. Partner der MLU im SFB sind die Universität Leipzig und das hallesche Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik. Gemeinsam erforschen die Wissenschaftler spezielle Nanostrukturen, die neue Funktionalitäten hervorbringen sollen und im Ergebnis zu einer Revolution in der Speichertechnologie führen könnten.

Ausführliche Informationen zur Publikation: http://www.mpg.de/4996060

Digital Object Identifier: 10.1038/ncomms1638

 

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