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Energiespeicherung der Zukunft: Innovationsworkshop in Wittenberg

Nummer 050/2012 vom 26. März 2012
Strom aus erneuerbaren Energien ist gefragter denn je. Bislang kann er jedoch nicht langfristig gespeichert werden. An einer Lösung in Form von neuartigen Superkondensatoren arbeiten Wissenschaftler der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU). Für interessierte Unternehmen und Fachexperten veranstaltet das Team des „Super-Kon“-Projekts am 4. und 5. Juni 2012 in der Stiftung Leucorea in Wittenberg seinen dritten Innovationsworkshop. Abstracts können noch bis zum 9. April 2012 eingereicht werden.

Neben Vorträgen namhafter Experten wird das Projektteam „Super-Kon“ den Stand der eigenen Forschung präsentieren. Gemeinsam mit Unternehmen wollen die Forscher auch über Anwendungs- und Einsatzmöglichkeiten der Energiespeicher diskutieren. Fachwissenschaftler werden außerdem zu Themen der physikalischen Energiespeicherung, zur Herstellungstechnologie und zu Anwendungsaspekten referieren. Die Herstellung und Charakterisierung von keramischen Dünnfilmen sowie die Umsetzung in neuartigen Bauelementen sind weitere Themen.

Durch den stetig wachsenden Anteil der erneuerbaren Energien in der Stromversorgung werden Energiespeicher dringend benötigt. „Super-Kon“ beschäftigt sich in den Bereichen Physik, Chemie und Materialwissenschaften mit der Entwicklung neuartiger Kondensatoren aus Kompositmaterialien. Physikalische Verfahren wie die Speicherung elektrischer Energie in neuen Kondensatorbauteilen sind zum Beispiel für einen kurzfristigen Ausgleich von Netzschwankungen durch Strom aus Windkraftanlagen von höchster Bedeutung. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl weiterer Anwendungsmöglichkeiten wie die autonome Energieversorgung von Sensoren in Medizintechnik, Umwelttechnologie oder im Automobilbau.

Ziel des Vorhabens ist es, in verfügbaren Systemen hohe Speicherdichten zu erreichen. Auch eine erhöhte Umweltverträglichkeit und Temperaturunempfindlichkeit wird angestrebt. Dafür werden zunächst Grundlagenuntersuchungen auf dem Gebiet der chemischen Synthese und der physikalischen Charakterisierung durchgeführt. Darüber hinaus wird die Entwicklung eines Demonstrators vorangetrieben, der die Nutzbarkeit als ein effektives, flexibles, ökologisches und sicheres System zur Energiespeicherung mit besonderem Fokus auf regenerative Energien zeigen kann.

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Programm „Forschung für den Markt im Team“ (ForMaT) gefördert. Bereits 2011 hat das „Super-Kon“-Team Unternehmen und Wissenschaftler zu zwei Workshops nach Halle eingeladen, um sie für das Vorhaben zu interessieren und die Bildung von Netzwerken zur weiteren praktischen Umsetzung der Ideen zu initiieren.

Kurzfassungen für Beiträge zum dritten Innovationsworkshop können noch bis zum 9. April 2012 eingereicht werden. Die Teilnahmegebühr beträgt 75 Euro. Weitere Informationen und Anmeldung unter:
www.super-kon.uni-halle.de/workshop3

 

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