Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Frontispiz des ersten Teils der Dreyhauptschen Chronik. Kupferstich von Christoph Melchior Roth nach einer Zeichnung von Gottfried August Gründler, 1749.
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Gründler gründlich gewürdigt

Ausstellung über Zeichenmeister der Universität vom 1. Juli bis 30. Oktober 2007

Nummer 123/2007 vom 26. Juni 2007
Anlässlich des sachsen-anhaltischen Themenjahres „Lesewelten – Historische Bibliotheken“ zeigt die Zentrale Kustodie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg eine Sonderausstellung über den weitestgehend in Vergessenheit geratenen Gottfried August Gründler. Der Maler, Buchillustrator und Naturforscher war 1773 zum Zeichenmeister der halleschen Universität ernannt worden. Zuvor hatte er mit der Kunst- und Naturalienkammer der Franckeschen Stiftungen ein kulturgeschichtliches Denkmal geschaffen. Die Ausstellung im Löwengebäude der Universität wird am Freitag, 29. Juni 2007, um 17 Uhr eröffnet.

„Gottfried August Gründler ist eine zu wenig erforschte und zu wenig bekannte Persönlichkeit, zu Unrecht vergessen“, konstatiert Dr. Ralf-Torsten Speler, Kustos der Martin-Luther-Universität. „Wir präsentieren ihn und sein Werk in seiner Gesamtheit, das ist bislang nie geschehen.“ Aus verschiedenen universitären Sammlungen seien Zeichnungen, Gemälde, Kupferstiche, Exponate aus Gründlers privatem Naturalienkabinett und vieles mehr zusammengetragen worden. Leihgaben kommen zum Beispiel aus dem Museum für Naturkunde der Humboldt-Universität zu Berlin und der Leopoldina. Letztere stellt für die Ausstellung unter anderem die Gründlerschen Kupfertafeln aus Jacob Theodor Kleins zoologischem Grundlagenwerk „Historia piscium naturalis“ zur Verfügung. Gezeigt werden auch das handschriftliche Inventar von Gründlers Kabinett, ein Buch aus seiner Bibliothek und Dokumente zu seiner Aufnahme in die Vereinigung der Naturforschenden Gesellschaft zu Berlin.

Die klassischen Universitäten besaßen seit ihrer Gründung Buchdrucker, Buchbinder, Maler, Mechaniker, Schriftgießer, Kupferstecher, Zeichenmeister und andere kunsthandwerkliche und künstlerische Berufszweige. Gottfried August Gründler wurde 1773, zwei Jahre vor seinem Tod, Zeichenmeister der halleschen Universität. Zuvor hatte er an der Hochschule bereits viele Jahre als „Mechanicus“ und „Mathematicus“ gewirkt. Gründler wurde 1710 in Altenburg geboren, absolvierte dort in jungen Jahren eine Lehre als Kunstmaler, wurde 1733 Hofmaler des Herzogs Christian Ernst von Sachsen-Saalefeld und erhielt 1736 den Auftrag zur Neugestaltung der Kunst- und Naturalienkammer der Franckeschen Stiftungen. Innerhalb von fünf Jahren gelang es ihm, das Sammelsurium von mehr als 4600 Gegenständen zu systematisieren, die Exponate zu katalogisieren und eine präsentable Schaustätte einzurichten.

Der aktuellen Gründler-Ausstellung liegt die Magisterarbeit der Kunstgeschichtsabsolventin Anja Spalholz zu Grunde, die auch als Kuratorin für die Schau verantwortlich zeichnet. Die Ausstellung trägt den Titel „Der studierenden Jugend gar nützlich gedienet. Gottfried August Gründler (1710-1775). Ein vielseitiger Zeichenmeister und Kupferstecher der halleschen Universität“. Eröffnet wird sie am Freitag, 29. Juni 2007, um 17 Uhr im Universitätsmuseum im Löwengebäude, Universitätsplatz 11, 06108 Halle. Sie dauert vom 1. Juli bis 30. Oktober, in der Zeit vom 30. Juli bis 4. September bleibt sie allerdings aus konservatorischen Gründen geschlossen. Begleitet wird die Sonderausstellung von einer Vortragsreihe zu Leben und Werk Gründlers.

Öffnungszeiten:

Dienstag bis Freitag von 11 bis 13 und von 14 bis 18 Uhr

Sonntag von 14 bis 18 Uhr

Montag, Samstag und an Feiertagen geschlossen

Der Eintritt ist frei.

Führungen durch die Ausstellung:

1./15./29. Juli, 9./23. September, 7. Oktober, jeweils um 15 Uhr 30. Oktober, 17 Uhr (Finissage mit Führung)

Vortragsreihe:

12. Juli: Vom Naturalienkabinett zur wissenschaftlichen Sammlung von Weltrang. Die Geschichte der Zoologischen Sammlung an der halleschen Universität im 18. und 19 Jh., Dr. Karla Schneider
18 Uhr, Hörsaal XII, Löwengebäude, Universitätsplatz 11

15. September: Das Kunst- und Naturalienkabinett der Franckeschen Stiftungen – Ein Gesamtkunstwerk Gottfried August Gründlers (Führung in den Franckeschen Stiftungen), Dr. Claus Veltmann
15 Uhr, Hauptgebäude der Franckeschen Stiftungen, Franckeplatz 1

18. Oktober: Gottfried August Gründler – Ein berühmter Zeichenmeister der halleschen Universität, Anja Spalholz
18 Uhr, Hörsaal XII, Löwengebäude, Universitätsplatz 11

Frontispiz des ersten Teils der Dreyhauptschen Chronik. Kupferstich von Christoph Melchior Roth nach einer Zeichnung von Gottfried August Gründler, 1749.
Frontispiz des ersten Teils der Dreyhauptschen Chronik. Kupferstich von Christoph Melchior Roth nach einer Zeichnung von Gottfried August Gründler, 1749.
Siegmund Jacob Baumgarten, 1734 als ordentlicher Professor der Theologie an die hallesche Universität berufen. Kupferstich von Gottfried August Gründler, 1749. 
Abbildungen: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Siegmund Jacob Baumgarten, 1734 als ordentlicher Professor der Theologie an die hallesche Universität berufen. Kupferstich von Gottfried August Gründler, 1749. Abbildungen: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
 

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