Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Aus: Carl Richard Lepsius, Denkmäler aus Aegypten und Aethiopien 1849–1859, digitale Ausgabe der Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt (http://bibliothek.uni-halle.de/dbib/digital/lepsius)
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Ägypten-Expedition von Richard Lepsius in einer Sonderausstellung

Nummer 075/2012 vom 24. April 2012
Die preußische Forschungsexpedition nach Ägypten und Nubien, die im Jahr 1842 unter Richard Lepsius startete, schuf die Grundlage für die Ägyptologie an deutschen Universitäten. Außerdem lieferte sie die Basis für die international beachtete Präsentation des pharaonischen Ägypten im Neuen Museum zu Berlin. Das Archäologische Museum der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) widmet sich dieser Thematik in einer Sonderausstellung unter dem Titel „Preußen in Ägypten – Die Ägyptenexpedition von Richard Lepsius 1842–1845 und ihre Nachwirkungen“. Sie öffnet im Rahmen der Museumsnacht Halle-Leipzig am 5. Mai 2012 ihre Pforten.

Die Eröffnung findet um 17 Uhr im Hörsaal des Robertinums, Universitätsplatz 12, statt. Nach Begrüßungsworten des Leiters des Archäologischen Museums, Prof. Dr. Stefan Lehmann, wird Dr. Ingelore Hafemann von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften einen öffentlichen Vortrag über „Richard Lepsius – preußischer Gelehrter und Pionier der Ägyptologie“ halten. Die Ausstellung ist in der Museumsnacht bis 1 Uhr geöffnet und wird anschließend noch bis zum 6. Juli 2012 zu sehen sein.

Gezeigt werden Exponate aus dem Brandenburg-Preußen-Museum Wustrau. „Die Ausstellung umfasst im Wesentlichen sieben Text-Bildtafeln und acht großformatige Ausdrucke aus den Tafelbänden von Richard Lepsius in zwei Museumsräumen des Archäologischen Museums“, sagt Museumsassistent Henryk Löhr. „Umfangreiches Bild- und Textmaterial beleuchtet Hintergründe, Verlauf und Auswirkungen der Expedition. Bereits im Foyer hängt weithin sichtbar ein großes Banner, das die Expeditionsteilnehmer auf der Spitze der Cheops-Pyramide darstellt.“

In den Mittelpunkt gerückt werden die wissenschaftlichen Verdienste von Richard Lepsius, ein herausragender Forscher, der die vom preußischen König finanzierte Expedition zu den ägyptischen Pharaonen (1842–1845) leitete. Er wollte nichts dem Zufall überlassen und kalkulierte daher alle denkbaren Zwischenfälle in seine Vorbereitungsplanungen ein. Unterstützt von Alexander von Humboldt hat Lepsius schließlich auch die von dem französischen Altertumsforscher Jean-François Champollion (1790–1832) begonnene Entzifferung der altägyptischen Hieroglyphen vollendet.

Außerdem können die Besucher einen originalen großformatigen Tafelband aus der Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt (ULB) und einige weitere historische Bücher betrachten. Auf einem Monitor sind die in einem Projekt der ULB digitalisierten Tafeln vollständig online zu sehen. Eine Tafel wird auf die Sammlung von Ägyptiaka des Julius Kurth verweisen, die Bestandteil des halleschen Museums ist. Diese stellt ein Beispiel für die Ägyptenbegeisterung dar, die durch die Lepsius-Expedition bewirkt wurde.

Die Ausstellung im Archäologischen Museum der MLU ist geöffnet vom 5. Mai bis 6. Juli 2012, jeweils Donnerstag 15 bis 17 Uhr und auf Anfrage: Tel.: 0345 55 24018 sowie zur Langen Nacht der Wissenschaften am 6. Juli von 18 bis 22 Uhr.

 

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