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"Händel und die Konfessionen" - Internationale wissenschaftliche Konferenz

Nummer 098/2012 vom 29. Mai 2012
„Händel und die Konfessionen“ ist der Titel der Internationalen wissenschaftlichen Konferenz, mit der die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Musikjahr innerhalb der Luther-Dekade ein weiteres Highlight setzt. Der dreitägige Kongress beginnt am Montag, 4. Juni 2012, im Händel-Haus Halle und wird an den beiden Folgetagen im Englischen Saal der Franckeschen Stiftungen fortgesetzt.

„Es steht der weltoffenen Haltung unserer Universität gut an, dass in der Konferenz Händels Kirchenmusik in ihrer konfessionellen Vielfalt thematisiert wird“, meint Prof. Dr. Wolfgang Hirschmann, Inhaber des Lehrstuhls für Historische Musikwissenschaft an der Martin-Luther-Universität und Präsident der Internationalen Georg-Friedrich-Händel-Gesellschaft. Tatsächlich wirkte Händel im Laufe seiner Karriere in verschiedenen konfessionellen Milieus und komponierte daher Kirchenmusik für eine Vielzahl divergierender liturgischer Bezugsfelder. „Die Vielgestaltigkeit der geistlichen Musik Händels ist überwältigend; noch großartiger ist freilich, dass die Werke durch einen ausgeprägten Personalstil, Händels ‚grand style’, fest zusammengehalten werden“.

Die hallesche Musikwissenschaft und die Händel-Gesellschaft veranstalten die Konferenz zusammen mit der Stiftung Händel-Haus und den Franckeschen Stiftungen zu Halle. Sie stellt einen der Höhepunkte eines vielgestaltigen Programms zum Thema „Musik und Reformation“ dar, das die genannten Institutionen über das gesamte Jahr hinweg aufgespannt haben: Die von der Musikwissenschaftlerin Cordula Timm-Hartmann kuratierte, sehenswerte Jahresausstellung der Franckeschen Stiftungen „Weil sie die Seelen fröhlich macht. Protestantische Musikkultur seit Martin Luther“ wird flankiert von zwei Ausstellungen im Händel-Haus. Diese widmen sich zum einen dem Organisten der Marktkirche und Lehrer Händels, Friedrich Wilhelm Zachow, der 1712 starb, und zum anderen Barthold Heinrich Brockes, dessen Passionsoratorium Händel in Musik setzte. Eine Vortragreihe, an der auch das Interdisziplinäre Zentrum für Pietismusforschung und die Evangelische Hochschule für Kirchenmusik partizipieren, thematisiert „Luthers Choräle im Kontext“. Außerdem warten die Händel-Festspiele mit zahlreichen Veranstaltungen auf, die den Besuchern ermöglichen, das Motto „Händel und die Konfessionen“ musikalisch zu erleben.

„Es ist eine wunderbare Erfahrung, miterleben und mitgestalten zu können, wie hier die Universität mit großer Selbstverständlichkeit als Teil der urbanen Kultur Halles in die Stadt hineinwirkt“, freut sich Wolfgang Hirschmann, der auf ein weiteres Highlight besonders stolz ist: Den Festvortrag innerhalb der Händel-Festspiele wird am 2. Juni 2012 um 10 Uhr im Stadthaus am Markt Prof. Dr. Dr. Jan Assmann halten, der berühmte Kulturhistoriker und Religionswissenschaftler. „Sein Blick auf Händels Exodus-Oratorium Isreal in Egypt wird ein ganz neuer und eigener sein“, ist sich Hirschmann sicher.

Informationen über die Konferenz und weiterführende Links auf den Homepages der Stiftung Händel-Haus und der Georg-Friedrich-Händel-Gesellschaft e. V., Internationale Vereinigung:
www.haendelhaus.de

 

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