Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Am Ende erfolglos: Mit gewichtigen Argumenten hatten die Antragsteller es bis ins Finale geschafft.
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Exzellenzinitiative: Hallesche Universität erst im Finale gestoppt

Nummer 112/2012 vom 15. Juni 2012
Es hat nicht ganz gereicht: Im Finale der dritten Runde der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder ist die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) mit ihrem Antrag für die naturwissenschaftliche Graduiertenschule „Function Follows Form“ knapp gescheitert. Zusammen mit ihren starken außeruniversitären Partnern will die MLU ihr Konzept der interdisziplinären, strukturierten Ausbildung von Doktoranden aber weiter verfolgen.

„Im Finale als Verlierer vom Platz zu gehen, tut weh. Es gegen hochkarätige Mitbewerber erreicht zu haben, ist aber ein Riesenerfolg", betonte MLU-Rektor Prof. Dr. Udo Sträter in einer ersten Reaktion. „Unsere Schwerpunktsetzung im Bereich der Naturwissenschaften ist nach wie vor richtig. Sie hat immerhin zur Einwerbung von bereits 15 Forschungsverbünden beigetragen. Konkurrenzfähig sind wir also durchaus."

Prof. Dr. Ingrid Mertig, Sprecherin des MLU-geführten Exzellenznetzwerks „Nanostrukturierte Materialien", sagte: „Wir sind enttäuscht. Aber die Entscheidung wirft uns nicht aus der Bahn. Unsere Doktorandenausbildung werden wir dem Konzept entsprechend ausbauen. Dank der starken Allianz mit unseren außeruniversitären Partnern werden wir damit auch Erfolg haben." Auch Mertig verwies auf die bestehenden Verbünde, allen voran die drei durch die MLU koordinierten Sonderforschungsbereiche.

In der halleschen Graduiertenausbildung sollen Material- und Biowissenschaftler gemeinsam an zukunftsweisenden Projekten aus den Bereichen Festkörpergrenzflächen, weiche Materie (Polymere), Proteine und Pflanzen arbeiten. Die Doktoranden sollen sich damit beschäftigen, wie Struktur und Design auf atomarer und molekularer Ebene die Funktion bestimmen. Beteiligt sind an der MLU die naturwissenschaftlichen Fakultäten und die Medizinische Fakultät. Hinzu kommen das Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik, das Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik, das Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie sowie das Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung Gatersleben.

„Wir verbinden die beiden MLU-Forschungsschwerpunkte in den Materialwissenschaften und den molekularen Biowissenschaften", erläutert Ingrid Mertig. „Allein dieser Ansatz ist zukunftsweisend für die Ausbildung der nächsten Generation von Forschern."

 

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