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20. Disputation in Wittenberg

Nummer 192/2012 vom 26. Oktober 2012
Die wissenschaftliche Disputation am Reformationstag gehört zur guten Tradition im akademischen Leben der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU). In diesem Jahr findet sie zum zwanzigsten Mal statt. Am 31. Oktober geht es in Wittenberg ab 15 Uhr um das spannende Thema „Toleranz und Integration“. Vor der Disputation ziehen die Mitglieder des Akademischen Senats der MLU ab 14:30 Uhr in ihren historischen Talaren vom Rathaus zur Stiftung Leucorea.

„Im Jahr 1993 belebte die Universität die alte akademische Form der Disputation wieder“, sagt MLU-Rektor und Theologie-Professor Udo Sträter, der die Veranstaltung moderieren wird. „Ich freue mich nun auf die 20. Folge dieser Reihe, in der knapp und prägnant Argumente und Gegenargumente zu einer wissenschaftlichen Problemstellung ausgetauscht werden. Das rationale Erkenntnisstreben einer modernen Universität findet in diesem Rahmen symbolischen Ausdruck.“

Mit dem Thema „Toleranz und Integration“ orientiert sich die Universität an der Themenfolge der Luther-Dekade, die das Jahr 2013 unter das Motto „Reformation und Toleranz“ stellt. Die Disputation aber konzentriert sich – historisch reflektiert – vor allem auf Fragen unserer Gegenwart, wie sie in der Auseinandersetzung um die rituelle Beschneidung gerade erst vehement aufgebrochen sind: das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher religiöser und kultureller Herkunft in einer Gesellschaft gemeinsamer Werte und Grundrechte. Dabei wird das Verhältnis von Toleranz und Recht ebenso eine Rolle spielen wie die Frage, ob Toleranz auf die Gleichberechtigung unterschiedlicher Partner zielt oder eine politisch zu verhandelnde Herrschaftskategorie darstellt.

Die Disputanten sind Prof. Dr. Gudrun Krämer von der Freien Universität Berlin, Prof. Dr. Christine Langenfeld von der Universität Göttingen sowie von der MLU Prof. Dr. Andreas Pečar (Geschichte der frühen Neuzeit) und der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Everhard Holtmann. Der Rektor der Universität Prof. Dr. Udo Sträter und der Wittenberger Oberbürgermeister Eckhard Naumann begrüßen die Disputanten und die Zuhörerschaft.

 

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