Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Kustos Dr. Ralf-Torsten Speler reicht Friede Springer und MLU-Rektor Udo Sträter den Stiftungsvertrag zur Unterzeichnung (Foto: Maike Glöckner)
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Friede Springer Stiftung fördert Unternehmensethik an der halleschen Universität und am Wittenberg-Zentrum für Globale Ethik

Nummer 025/2013 vom 05. Februar 2013
Zum kommenden Wintersemester richtet die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) am Wirtschaftswissenschaftlichen Bereich eine Stiftungsprofessur für „Unternehmensethik und Controlling“ ein. Finanziert wird die Professur von der Friede Springer Stiftung; Kooperationspartner ist das Wittenberg-Zentrum für Globale Ethik (WZGE). Am heutigen Dienstag (5. Februar 2013) trafen sich die Vertragsparteien zur Unterzeichnung des Stiftungsvertrags.

Ausgangspunkt der Kooperation ist die geteilte Überzeugung, dass Unternehmensethik gerade im globalen Kontext immer wichtiger wird. Denn bei gesellschaftlichen Herausforderungen, etwa dem sozialen Zusammenhalt, dem demographischen Wandel oder der Klimaerwärmung, stellt sich immer wieder die Frage: Welche Verantwortung tragen die Unternehmen, welche Beiträge können berechtigterweise erwartet werden? Gemeinsames Anliegen ist die Arbeit an solchen Antworten, die sowohl wissenschaftlich fundiert als auch anschlussfähig an die Unternehmenspraxis sind. Damit wollen die Kooperationspartner substanzielle Beiträge zur Versachlichung der Debatten wie auch zur Ausbildung künftiger Entscheidungsträger leisten.

„Bisher finden sich nur wenige Lehrstühle in Deutschland, die Ethik und Wirtschaft erforschen und versuchen, ihre Ergebnisse in die Praxis zu tragen. Daher gibt meine Stiftung die Mittel für eine solche Professur in Halle“, sagte Friede Springer anlässlich der Unterzeichnung in Halle.

„Wir freuen uns über diese außerordentlich wichtige Entwicklungschance für die weitere Profilbildung des Wirtschaftswissenschaftlichen Bereichs“, sagte MLU-Rektor Prof. Dr. Udo Sträter. Prof. Dr. Christian Tietje, Dekan der Juristischen und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der MLU, ergänzte: „Die Stiftungsprofessur wird essentielle Beiträge leisten, um die geplante Internationalisierung des Lehrangebots weiter voranzutreiben.“ Damit verbessern sich die Aussichten, dass die MLU gerade auch im englischsprachigen Ausland weitere attraktive Partneruniversitäten findet.

Auch dem WZGE eröffnet die Kooperation neue Möglichkeiten: „Mit dem Stiftungslehrstuhl können wir unsere Arbeit an alltagstauglicher Ethik ausbauen, die Forschung und Praxis verbindet, heutige und künftige Entscheider zusammenbringt und wechselseitige Lernprozesse fördert“, sagte Dietmar Kokott, Vorstandsvorsitzender des WZGE. „Bewährt hat sich dieser Ansatz bereits beim ‚Leitbild für verantwortliches Handeln in der Wirtschaft', das inzwischen von über 40 führenden Unternehmen und Verbänden unterstützt wird.“

Insgesamt eine Million Euro stellt die Friede Springer Stiftung für die Professur bereit. Die Finanzierung des geplanten Lehrstuhls erfolgt für zehn Jahre durch Mittel der Stifterin, der Landesregierung, der Universität und der Fakultät. Anschließend erfolgt eine Übernahme in den vorhandenen Stellenbestand der Fakultät.

Mit dem Stiftungslehrstuhl stärkt die MLU auch ihre Verbindungen zum Standort Wittenberg. Denn die Stiftungsprofessur wird sowohl in Halle als auch in der Lutherstadt angesiedelt sein. Dadurch wird die Zusammenarbeit von Universität und Zentrum in den Bereichen Forschung, Lehre und Dialog auch auf regionaler Ebene gestärkt.

Über die Friede Springer Stiftung
Die Friede Springer Stiftung mit Sitz in Berlin betätigt sich als gemeinnützige Förderstiftung. Sie unterstützt vor allem Projekte in den Bereichen Wissenschaft und Forschung sowie in der Bildung.
www.friedespringerstiftung.de
http://www.friedespringerstiftung.de/WamS%20-%20Friede%20Springer.pdf

Über das Wittenberg-Zentrum für Globale Ethik (WZGE)
Das Wittenberg-Zentrum für Globale Ethik vermittelt heutigen und künftigen Entscheidern aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft alltagstaugliche Prinzipien verantwortlichen Handelns. Leitmaxime ist die Überzeugung, dass gesellschaftliche Zusammenarbeit niemals allein auf Recht und Gesetz gründen kann, sondern immer auch ein hinreichendes Grundvertrauen der Menschen untereinander voraussetzt. Das Zentrum wurde im Jahr 1998 gegründet. Es wird unterstützt von Persönlichkeiten und Organisationen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kirchen und Zivilgesellschaft und wirkt unabhängig, überparteilich, international und überkonfessionell.
www.wzge.de

Der Wirtschaftswissenschaftliche Bereich der Martin-Luther-Universität im Internet:
http://www.wiwi.uni-halle.de

 

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