Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Archäologisches Museum hat neuen Kustos

Privatdozent Dr. Stefan Lehmann freut sich auf Arbeit mit den Studierenden

Nummer 104/2007 vom 06. Juni 2007
Der Antikenforscher PD Dr. Stefan Lehmann ist neuer Kustos des Archäologischen Museums der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU). Er tritt die Nachfolge von Prof. Dr. Manfred Oppermann an, der Ende Juni 2006 nach über 38 Jahren an der MLU in den Ruhestand getreten ist.

Mit Stefan Lehmann, zuletzt Archäologischer Projektleiter in dem internationalen Forschungsunternehmen „Christlicher Staat und ‚panhellenische’ Heiligtümer. Zum Wandel paganer Kultstätten im spätantiken Griechenland“ der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster, gewinnen die Klassischen Altertumswissenschaften im Robertinum am halleschen Universitätsplatz einen international ausgewiesenen Wissenschaftler auf dem Gebiet der Antikenforschung. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten zählt die Erforschung der antiken Skulptur ebenso wie die antike Religionsgeschichte oder die Rezeption der antiken Kunst in der europäischen Kunstgeschichte. Seine jahrelangen feldarchäologischen Forschungen im Zeusheiligtum von Olympia führten zu einer neuen Sicht der Spätgeschichte des Heiligtums.

Als Hochschullehrer freut sich Stefan Lehmann auf die Arbeit mit den Studierenden im Hörsaal und in den Museumssammlungen. „Es gibt viel zu vermitteln: Die antike Kunst diente seit der Renaissance als eine wichtige Projektionsfläche für Ideale und Utopien und so entstanden neue, eigene, sich verändernde, oft idealisierte und damit eigenständige Bilder. Diese können – dies gilt auch für die Gegenwart – aber nur auf der antiken Grundlage verstanden werden“, führt der 55-Jährige aus. „Neben der Vermittlung von Kenntnissen zur antiken Kultur ist es so Ziel der Ausbildung, Interesse für unsere europäische Vergangenheit mit ihren antiken Wurzeln, die zu der ‚Erfindung Europas’ führten, zu wecken.“

Das Archäologische Museum im Robertinum, so Prof. Dr. Andreas Furtwängler, Direktor des Archäologischen Museums und Lehrstuhlinhaber für Klassische Archäologie, zähle zu den ältesten Universitätsmuseen für antike Kunst in Deutschland, das sich neben seiner universitären Bedeutung für Forschung und Lehre bereits bei seiner Gründung 1845 auch dem städtischen Publikum öffnen sollte. Wissenschaftler und Studierende freuten sich jüngst über das rege aktuelle Interesse der Besucher während der 8. Halleschen Museumsnacht am 12. Mai 2007. Etwa 840 Interessenten fanden den Weg in die Antikensammlung, das Kleinod am Universitätsplatz. Zur Berufung Stefan Lehmanns sagte Professor Furtwängler, er freue sich, mit Stefan Lehmann einen anerkannten Wissenschaftler, der sich durch langjährige und erfolgreiche archäologische Arbeit ausgezeichnet hat, für die Universität gewonnen zu haben.

Stefan Lehmann studierte Klassische Archäologie an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und promovierte 1987 bei Nikolaus Himmelmann mit einer Arbeit über „Mythologische Prachtreliefs der Kaiserzeit“. Im Anschluss daran war er Kurator der Frankfurter Ausstellung „Antike Porträts aus Jugoslawien“. Von 1992 bis 1998 wirkte er als Assistent für Klassische Archäologie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen. Seit 1994 ist er in der deutschen Ausgrabung von Olympia in Griechenland tätig. In seiner Habilitation an der Philosophischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg beschäftigte er sich mit dem Aussehen antiker Athletenstatuen von den Anfängen in archaischer Zeit bis zu ihrem Ende in der Spätantike. Seit 2000 ist Stefan Lehmann Privatdozent für Klassische Archäologie an der MLU und seit 2001 Mitglied in der Winckelmann-Gesellschaft in Stendal. Das

Archäologische Museum im Internet:
http://robertin.altertum.uni-halle.de/museum/index.html

 

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