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Experten der Geistigbehindertenpädagogik tagen in Halle

Fachleute beraten vom 7. bis 9. Juni über „Empowerment und Inklusion“

Nummer 102/2007 vom 04. Juni 2007
Die Behindertenarbeit befindet sich in einem Umbruch: Ging es bisher um Normalisierung und Integration, so ist nunmehr von Empowerment und Inklusion die Rede. Was bedeuten diese Begriffe? Handelt es sich nur um visionäre Schlagworte oder um realistische Perspektiven für die Geistigbehindertenpädagogik? Antworten auf diese Fragen sucht die Konferenz der Lehrenden der Geistigbehindertenpädagogik an wissenschaftlichen Hochschulen in deutschsprachigen Ländern (KLGH), deren Fachtagung vom 7. bis 9. Juni an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg stattfindet.

„Mit dieser Tagung widmen wir uns – wie schon bei unserer im April gemeinsam mit dem halleschen Verein IDEAL durchgeführten Konferenz – den aktuell zentralen Leitprinzipien der Behindertenarbeit, gerade im internationalen Bereich“, sagt Georg Theunissen, an der MLU Professor für Geistigbehindertenpädagogik. „Empowerment“ werde meist mit „Selbstbefähigung“ übersetzt, bei der „Inklusion“ gehe es um die Anerkennung von Menschen mit Behinderung als Bürger der Gesellschaft – die es demnach nicht erst zu integrieren gilt. „Die Defizit-Perspektive hat ausgedient, die Stimme der Betroffenen soll gestärkt werden“, bringt Theunissen die Thematik auf den Punkt.

Zur KLGH-Konferenz werden rund 50 wissenschaftliche Mitarbeiter und Professoren aus Deutschland, der Schweiz, Österreich und Ungarn erwartet. Neben einem Informations- und Erfahrungsaustausch in Bezug auf Studienbedingungen und Entwicklungen an den Universitäten mit Blick auf die Einführung neuer Bachelor- und Master-Studiengänge in Heil- oder Sonderpädagogik werden aktuelle Konzepte und Tendenzen in fachwissenschaftlicher Hinsicht diskutiert. Die Konferenz findet in den Franckeschen Stiftungen, Haus 31, statt.

 

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