Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Prof. Dr. Burkhard Schnepel wird Max-Planck-Fellow. Foto: Uni Halle/M. Deutsch
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Burkhard Schnepel wird Max-Planck-Fellow: 500.000 Euro für neues Forschungsprojekt zur Ethnohistorie der Globalisierung an der Universität Halle

Nummer 168/2013 vom 18. September 2013
Der Ethnologe Prof. Dr. Burkhard Schnepel von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) ist von der Max-Planck-Gesellschaft in München für fünf Jahre zum Max-Planck-Fellow berufen worden. Verbunden damit ist eine Forschungsförderung von insgesamt einer halben Million Euro für das Programm „Connectivity in Motion: Port Cities of the Indian Ocean“, das Schnepel in Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut (MPI) für ethnologische Forschung Halle ab Oktober 2013 umsetzen wird.

Das aus mehreren Teilprojekten bestehende Programm „Connectivity in Motion: Port Cities of the Indian Ocean“ (Konnektivität in Bewegung: Hafenstädte im Indischen Ozean) befasst sich mit der Makroregion des Indischen Ozeans. Im Fokus steht damit eine geografische Einheit, die mehrere Dutzend Länder und drei Kontinente umspannt. Die Wissenschaftler um Burkhard Schnepel befassen sich dabei weniger mit den konkreten geografischen Orten, sondern mit Bewegungen über den Ozean hinweg - von Menschen, Tieren, Pflanzen, Dingen, Krankheiten, Ideen, Sprachen, Religionen und politischen Idealen - sowie mit den Veränderungen, die diese dabei in Bedeutung und Funktion erfahren haben. Untersucht werden die Ausgangs- und Endpunkte dieser Bewegungen am Beispiel der Hafenstädte des Indischen Ozeans.

„Das Programm stellt zudem einen wichtigen Beitrag zur aktuellen Globalisierungsdebatte dar, weil Globalisierung hier einmal dezidiert in größerer historischer Tiefe untersucht wird. Der Indische Ozean wird schließlich seit über 5.000 Jahren in alle Richtungen durchfahren“, so Burkhard Schnepel. Wichtig sei darüber hinaus, dass das Forschungsprogramm einmal dezidiert den Süden des Globus betrachte, statt dem Motto „from the West to the rest“ zu folgen.

Burkhard Schnepel, Jahrgang 1954, ist seit 2002 Professor für Ethnologie. Er ist zudem Direktor des Zentrums für Interdisziplinäre Regionalstudien und Dekan der Philosophischen Fakultät I der MLU.

Die Förderung durch die Max-Planck-Gesellschaft ist ein weiterer Erfolg im Bereich der Regionalstudien der MLU. Das Programm wird darüber hinaus mit seiner ethnohistorischen Herangehensweise auch wichtige Ergebnisse innerhalb des universitären Netzwerkes „Cultural Heritage“, dessen Co-Sprecher Schnepel ist, hervorbringen.

Das Max-Planck-Fellow-Programm fördert die Zusammenarbeit von herausragenden Hochschullehrern mit Wissenschaftlern der Max-Planck-Gesellschaft. Die Bestellung zu Max-Planck-Fellows ist auf fünf Jahre angelegt und zugleich mit der Leitung einer kleinen Arbeitsgruppe an einem Max-Planck-Institut verbunden.

 

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