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Einschreibezahlen weiter hoch: Fast 4.000 neue Studierende starten an der Universität Halle in das Wintersemester

Nummer 181/2013 vom 02. Oktober 2013
Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) startet erneut mit einer hohen Zahl an neuen Studierenden in das Wintersemester 2013/14. Insgesamt waren zum Stichtag 30. September 2013 fast 20.000 Studierende eingeschrieben, davon waren rund 2.800 Erstsemester. 30 Prozent aller Studierenden stammt nun aus den westlichen Bundesländern, unter den Erstsemestern sind es 42 Prozent. „Wir stellen fest, dass die Universität Halle ein attraktiver Standort mit sehr guten Angeboten für junge Leute aus allen Teilen Deutschlands ist“, sagte Rektor Prof. Dr. Udo Sträter heute im Rahmen des Pressegesprächs zum Auftakt des Studienjahres.

3.890 neue Studierende hat die MLU zum Wintersemester immatrikuliert, darunter mehr als 2.800 Erstsemester. Damit werden die Vorgaben aus dem Hochschulpakt 2020 erfüllt. Die vorläufigen Immatrikulationszahlen zeigen, dass bei der Herkunft der Erstsemester wie im Vorjahr das Land Niedersachsen gleich nach Sachsen-Anhalt rangiert. Gestiegen ist auch die Nachfrage aus Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen, wo in diesem Jahr ein doppelter Abiturjahrgang die Gymnasien verlassen hat. Hier stieg die Zahl der Studierenden an der MLU auf 1.000 (Vorjahr 863).

„Den Erstsemester-Rekord von 2011 mit 3090 Ersteinschreibungen haben wir ganz knapp verpasst, wir bewegen uns aber wie in den vergangenen Jahren auf einem dauerhaft hohen Einschreibeniveau – ungeachtet der demografischen Entwicklung im Osten“, sagte Sträter. Das zeige vor allem, dass die Qualität des Studienangebots in Halle sehr gut sei und sich die stark serviceorientierten Marketingaktivitäten der Universität nun auch langfristig auszahlten.

Eine hohe Zahl an Immatrikulationen gab es erneut in den grundständigen zulassungsfreien Studienangeboten wie der Rechtswissenschaft, den Wirtschaftswissenschaften und der Politikwissenschaft. „Das Rektorat unterstützt wie in den Vorjahren die betreffenden Fakultäten. Hier können Studierende also nicht nur einen geordneten Studienbetrieb erwarten, sie können auch ein gutes Studium absolvieren.“ Für zusätzliche Lehrkräfte und Sachmittel in diesen stark nachgefragten Fächern stehen zusätzliche Mittel aus dem Hochschulpakt bereit. Die meisten Einschreibungen gab es mit 465 wie im Vorjahr bei der Rechtswissenschaft - laut CHE-Ranking in Deutschland noch immer unangefochten die beste Jura-Ausbildung an einer staatlichen Hochschule.

Bei den grundständigen Studiengängen mit universitärem Numerus clausus gab es ebenfalls keine großen Überraschungen. Es bewarben sich mit Abstand die meisten Abiturienten auf das Bachelor-Studienangebot Psychologie (30 Bewerber pro Platz) und das Lehramt Geographie (15 Bewerber pro Platz).

Stärker nachgefragt waren in diesem Jahr auch die mit universitärem Numerus clausus belegten 26 Master-Studienprogramme. Insgesamt stieg die Zahl der Anträge hier im Vergleich zum Vorjahr um 795 auf 3.360 Bewerbungen an. Auch hier waren sehr stark Angebote aus dem Bereich der Wirtschaftswissenschaften gefragt - etwa BWL mit 48 Bewerbern pro Platz - und der Masterstudienangebot Sport und Ernährung mit 18 Bewerbern pro Platz. Gleichzeitig waren die Bewerbungen auf die grundständigen NC-Angebote jedoch leicht rückläufig, dabei zogen aber die Bewerbungen aus den westlichen Bundesländern und Berlin deutlich an. Sie lagen nach einer kontinuierlichen Steigerung in den Vorjahren nun bei 61,5 Prozent.

Der Rektor gab im Rahmen des Pressegespräches zum Studienjahresbeginn auch einen kurzen Ausblick in das Studienjahr: „Die Debatte um die geplanten Einsparmaßnahmen an den Hochschulen in Sachsen-Anhalt wird uns weiterhin beschäftigen. Ein Strukturpapier aus dem Wissenschaftsministerium soll Ende Oktober vorliegen.“ Die Universität Halle trete nun gemeinsam mit den anderen Hochschulen in neue Gespräche mit dem Ministerium ein. „Eine wesentliche Grundlage ist für uns das Gutachten des Wissenschaftsrates. Wenn es um eine gewünschte Profilbildung geht, müssen wir genau schauen, an welchen Stellen wir dem Papier folgen können.“

Der Wissenschaftsrat hatte im Juli im Auftrag der Landesregierung in seinem Gutachten eine Gesamtbetrachtung des Hochschulsystems Sachsen-Anhalts vorgelegt und Vorschläge für dessen weitere Entwicklung bis zum Jahr 2020 erarbeitet. Der Wissenschaftsrat war zu dem Schluss gekommen, dass die Hochschulen ihren regionalen und gesamtstaatlichen Auftrag erfüllen und die Schlüsselrolle in Sachsen-Anhalt zur Bewältigung der Herausforderungen des demografischen Wandels spielen. Er empfahl dem Land mit Nachdruck die nötigen Profilierungs- und Strukturmaßnahmen nicht durch sofortige Einsparungen im Hochschulbudget zu behindern. Die Landesregierung will massiv im Bereich der Hochschulen kürzen und bereits 2014 damit parallel zu einer Umstrukturierung beginnen.

 

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