Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Doktoranden der WCH-Nachwuchsgruppe am Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie. Foto: WissenschaftsCampus Halle / Markus Scholz
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Sachsen-Anhalt ist reif für nachhaltiges Wachstum in der Bioökonomie

Pressemitteilung des WissenschaftsCampus Halle – Pflanzenbasierte Bioökonomie

Nummer 146/2014 vom 01. Dezember 2014
Der WissenschaftsCampus Halle – Pflanzenbasierte Bioökonomie (WCH) kann dank einer aktuellen Auswahlentscheidung der Leibniz-Gemeinschaft für weitere vier Jahre seine Arbeit fortsetzen. Gemeinsam gefördert wird die regionale Kooperation durch die Leibniz-Gemeinschaft, das Land Sachsen-Anhalt sowie die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU).

"Aufgrund der weiteren Förderung sind wir nun bestens gerüstet, um die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedern des WCH in den Feldern Forschung, Lehre und Öffentlichkeit in den nächsten vier Jahren auszubauen. Hierzu will der WCH die Integration weiterer Forschungseinrichtungen vorantreiben und besonders die Beteiligung von Partnern aus der Wirtschaft verstärken, speziell mit Firmen aus der Bioökonomie", sagt Klaus Pillen, Professor für Pflanzenzüchtung an der MLU und einer der beiden Sprecher des WissenschaftsCampus Halle.

In der zweiten Förderphase will der WCH zudem neue Verbundforschungsprojekte unterstützen und ein eigenständiges Konzept zur strukturierten Nachwuchsförderung im Bereich der Bioökonomie erarbeitet. Des Weiteren soll die Internationale Bioökonomie Konferenz in Halle fortgesetzt werden.

Sachsen-Anhalts Wissenschaftsminister Hartmut Möllring ist die weitere Förderung ebenfalls ein wichtiges Anliegen: "Der Bereich Bioökonomie gehört zu einem der fünf strategischen Zukunftsmärkte des Landes Sachen-Anhalt und hat für uns eine hohe Bedeutung: Bereits heute verfügen wir über eine hervorragende Forschungsinfrastruktur. Durch eine noch stärkere Vernetzung der Wissenschaftseinrichtungen der Bioökonomie, Ernährung und Landwirtschaft, aber vor allem auch zwischen Wissenschaft und der heimischen Wirtschaft werden vielversprechende Projekte entstehen und so Wachstumspotenziale gehoben."

Um ein zukunftsfähiges Wirtschaftssystem auf der Basis von nachwachsenden Rohstoffen zu erreichen, ist es unter anderem erforderlich, die Nutzpflanzen von morgen an Anbau- und Umweltbedingungen anzupassen. Die umfassende Nutzung aller Pflanzenteile muss weiter verbessert werden, um pflanzliche, gesunde Nahrungsmittel und Produkte für die Weltbevölkerung bereitzustellen. Der WCH als Zusammenschluss von Experten auf dem Gebiet der Pflanzen-, Agrar-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften und der Biotechnologie, hatte sich bereits in den vergangenen drei Jahren speziell dieser Aufgabe gewidmet.

Die Welt steht unter anderem durch Klimawandel und einer wachsenden Weltbevölkerung vor enormen Herausforderungen. Mit ihren vielfältigen Möglichkeiten kann die Bioökonomie, einen wichtigen Beitrag zur Lösung dieser globalen Probleme leisten. Bioökonomie ist die Erzeugung und Nutzung biologischer Ressourcen, die sich an natürlichen Stoffkreisläufen orientiert, um Produkte, Verfahren und Dienstleistungen in allen wirtschaftlichen Sektoren im Rahmen eines zukunftsfähigen Wirtschaftssystems bereitzustellen. Sie gilt als eine der Schlüsselindustrien des 21. Jahrhunderts.

Unter folgendem Link finden Sie geeignetes Bildmaterial zur Pressemitteilung; für Pressezwecke ist der Abdruck honorarfrei. https://www.dropbox.com/s/lfm1jx2wi0pb3n8/WissenschaftsCampus%20Halle%20%28Foto%20Markus%20Scholz%29.jpg?dl=0

"Doktoranden der WCH-Nachwuchsgruppe am Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie (IPB)"
(Quelle: WissenschaftsCampus Halle/ Markus Scholz)

 

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