Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Neue Humboldt-Professorin: Tiffany Knight. Foto: UFZ / André Künzelmann
Download

Ansprechpartner für die Presse

Manuela Bank-Zillmann
Telefon: +49 345 55-21004

Ansprechpartner zu dieser Pressemitteilung

Prof. Dr. Helge Bruelheide
MLU - Institut für Biologie
Telefon: 0345 55 26222


Dr. Stefan Klotz
UFZ - Leiter des Departments Biozönoseforschung
Telefon: 0345-5585-302


Susanne Hufe
UFZ-Pressestelle
Telefon: 0341 235 -1635
Internet

Kontakt

Manuela Bank-Zillmann

Telefon: +49 345 55-21004
Telefax: +49 345 55-27404

Universitätsplatz 8/9
06108 Halle

Weiteres

Login für Redakteure





Humboldt-Professur für Uni Halle und UFZ: Tiffany Knight verstärkt Biodiversitätsforschung

Nummer 063/2015 vom 28. Mai 2015
Bei Deutschlands höchstdotiertem internationalen Forschungspreis, der Alexander von Humboldt-Professur, waren die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) und das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) mit einer gemeinsamen Nominierung erfolgreich. Die US-Amerikanerin Tiffany Knight von der Washington University in St. Louis soll künftig die Biodiversitätsforschung in Mitteldeutschland verstärken. Die Humboldt-Stiftung stellt dafür fünf Millionen Euro für fünf Jahre zur Verfügung. Die Ernennung soll zum 1. September 2015 erfolgen. Für die MLU ist die Biologin Tiffany Knight nach dem Physiker Stuart Parkin und der Germanistin Elisabeth Décultot die dritte Humboldt-Professorin.

Prof. Dr. Tiffany Knight, Jahrgang 1975, wird an der MLU dem Institut für Biologie angehören und dort die neue Professur für "Spatial Interaction Ecology" etablieren. Parallel gehört sie dem Department Biozönoseforschung des UFZ an. Sie wird zudem Mitglied des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig.

"Dass wir mit der Humboldt-Professur die junge und exzellente Wissenschaftlerin Tiffany Knight für Halle gewinnen konnten, ist wichtig für die Weiterentwicklung des Forschungsschwerpunkts der Biodiversitätsforschung", sagt Prof. Dr. Helge Bruelheide vom Institut für Biologie der MLU und einer der Direktoren des iDiv. Die neue Professur ergänze ideal die bestehenden Forschungen an MLU, UFZ und dem iDiv. "Tiffany Knight will untersuchen, wie Interaktionen zwischen Pflanzen und anderen Organismen dazu beitragen, dass Arten in manchen Gebieten selten sind oder eben auch nicht. Das ist ein wesentlicher Beitrag zum Verständnis und dem Erhalt der biologischen Vielfalt", so Bruelheide.

Die gesamte mitteldeutsche Region ist mittlerweile weltweit bekannt für ihre Forschungsarbeit zu Fragen der Biodiversität. Die Universität Halle und das UFZ bilden dabei einen wichtigen Knotenpunkt und sind Teil einer sehr gut regional, national und international vernetzten Wissenschaftslandschaft. In Kooperation mit den Universitäten Jena und Leipzig sind zudem zahlreiche große von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Forschungsprojekte entstanden, wobei das iDiv mit Sitz in Leipzig der bislang größte Erfolg dieser Zusammenarbeit ist.

MLU-Rektor Prof. Dr. Udo Sträter und UFZ-Geschäftsführer Prof. Dr. Georg Teutsch sind sich einig: "Die erfolgreiche Einwerbung dieser Humboldt-Professur ist ein großer Erfolg für die gemeinsame Strategie unserer beiden Forschungseinrichtungen, die international äußerst erfolgreiche Biodiversitätsforschung in der Region Halle/Leipzig konsequent weiterzuentwickeln."

Tiffany Knight ist derzeit Associate Professor an der Washington University, Saint Louis, Missouri/USA, und war in den vergangenen Monaten bereits als Gastwissenschaftlerin am iDiv tätig. Sie zählt zu den international renommiertesten Wissenschaftlern auf dem Gebiet der biologischen Invasionen und der Biodiversitäts-Synthese, die mit großen Datenmengen arbeitet. Insbesondere befasst sie sich mit Interaktionen zwischen Pflanzen, Mikroorganismen, Bestäubern und pflanzenfressenden Tieren. Dabei verbindet sie unterschiedliche methodische und theoretische Ansätze, beispielsweise aus der Populationsbiologie und der evolutionären Forschung. Knights Forschungen zeichnet aus, dass sie die Interaktionen auch über verschiedene Ökosysteme und verschiedene räumliche Skalen hinweg untersucht. Sehr beachtet wurden ihre Arbeiten zu der Bedeutung biologischer Invasionen für die native Biodiversität. Ihre Übersichtsanalysen, die zahlreiche Arten und verschiedene Ökosysteme einbezogen haben, trugen dazu bei, die Seltenheit von Arten global zu verstehen und gelten als Meilenstein der Biodiversitätsforschung.

Weitere Informationen zur Forschungsförderung durch die Humboldt-Stiftung: www.humboldt-foundation.de

Dossier der Humboldt-Stiftung zu Tiffanny Knight mit Mediathek (Fotos und Video-Beitrag): http://www.humboldt-professur.info/de/preistraeger/preistraeger-2016/knight-tiffany

 

Zum Seitenanfang