Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Ältestes Dokument des Universitätsarchivs Halle: Ablassbrief aus dem Jahr 1342.
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Ausstellung „60 Jahre Universitätsarchiv“

Schau mit Dokumenten aus acht Jahrhunderten wird am 29. November eröffnet

Nummer 239/2007 vom 27. November 2007
Am Donnerstag, 29. November 2007, um 18 Uhr wird im halleschen Universitätsmuseum im Löwengebäude am Universitätsplatz die Sonderausstellung „Archivalien – Unikate und Zimelien. 60 Jahre Universitätsarchiv“ eröffnet. Die Ausstellung ist bis zum 29. Februar 2008 zu sehen. Es werden Dokumente aus acht Jahrhunderten gezeigt.

In der Abteilung Zimelien sind die bedeutendsten Zeugnisse zur Geschichte der Universitäten Wittenberg und Halle zu sehen, wie Kaiserliche und Päpstliche Privilegien, Statuten und sogar ein Ablassbrief von 1342, der ältesten Urkunde aus dem Archiv der Leucorea. Prachtvolle Ledermappen und Köcher enthalten Grußadressen und Glückwunschschreiben zu Jubiläen an die Universität und ihre Professoren. Historische Baupläne und Zeichnungen von Universitätsgebäuden dokumentieren die rege Bautätigkeit. Erwähnenswert sind die Aquarelle des geschmückten Hauptgebäudes von 1894 zur 200-Jahr-Feier der Universität und der Entwurf der Fassade der Universitäts- und Landesbibliothek des Architekten Ludwig von Tiedemann aus dem Jahre 1878. Zu sehen sind auch Matrikelbände, in denen sich von 1694 bis 1974 alle Studenten eigenhändig eintrugen, so unter anderem auch Berühmtheiten wie Georg Friedrich Händel, Josef von Eichendorff und Hans-Dietrich Genscher.

Am 1. Dezember 1947 wurde das zentrale Archiv der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg gegründet. Die Initiative ging von dem Kurator Dr. Friedrich Elchlepp aus, der den ehemaligen Studienrat Friedrich Prillwitz (1892-1962) mit der Einrichtung des Universitätsarchivs beauftragte. Die Bestände dieses Archivs umfassen Schriftquellen mehrerer Universitäten, Hochschulen, Instituten für Lehrerbildung, Nachlässen und dem Thüringisch-Sächsischen Geschichtsverein. So wurden 1947 die Archive der Universitätsverwaltung, des Rektorats, der Fakultäten und das seit 1838 gesondert aufbewahrte Wittenberger Archiv zu einem Gesamtarchiv vereinigt. Damit waren alle historischen Dokumente und Verwaltungsakten von der halleschen und der Wittenberger Universität in einer Institution untergebracht. Mit der Integration der Pädagogischen Hochschule Halle-Köthen und Teilen der Technischen Hochschule Leuna-Merseburg im Frühjahr 1993 erweiterte sich der Bestand des Universitätsarchivs auf insgesamt vier Hochschulen und vier Lehrerbildungsinstitute. Somit bildet diese Sammlung in amtlichem Interesse aufbewahrter Schriftstücke eines der größten Hochschularchive Deutschlands.

Der historische Bestand reicht vom Gründungsprivileg Kaiser Maximilian I. für die Wittenberger Universität von 1502 bis zu den Abwicklungsprotokollen der Pädagogischen Hochschule Halle-Köthen im Jahr 1993.

Ausstellungsdauer:
30.11.2007 bis 29.02.2008

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag von 11 bis 13 und von 14 bis 18 Uhr
Sonntag von 14 bis 18 Uhr
Montag, Samstag und vom 24.12.2007 bis 07.01.2008 geschlossen
Der Eintritt ist frei.

Führungen durch die Ausstellung:
16.12.2007, 13.01.2008 und 17.02.2008, jeweils um 15 Uhr

 

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