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Hochwasser: Tagung zur Wahrnehmung von Naturkatastrophen an der Uni Halle

Nummer 024/2016 vom 01. März 2016
Hochwasserkatastrophen, wie die Flut in Sachsen-Anhalt 2013, stehen im Zentrum einer Tagung, die am 21. und 22. März 2016 an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) stattfindet. Dabei präsentieren Referenten aus den Natur-, Geistes- und Kulturwissenschaften verschiedene Perspektiven auf das Thema. Ziel ist es, die Menschen auf zukünftige Flutkatastrophen und ihre Auswirkungen besser vorzubereiten. Organisiert wird die Tagung vom Arbeitsbereich Religionspädagogik am Institut für Katholische Theologie und ihre Didaktik der MLU und der Internationalen Kommission für die Hydrologie des Rheingebietes (KHR).

Die Tagung widmet sich dabei speziell der menschlichen Wahrnehmung und Verarbeitung von Naturkatastrophen. "Dabei geht es zum einen um Hochwasser, aber beispielsweise auch um Dürre", erläutert Prof. Dr. Harald Schwillus von der MLU, der die Tagung gemeinsam mit der KHR organisiert. Die Idee für die Tagung geht auf eine Beobachtung aus dem Hochwasserschutz zurück: "Hochwasser sind letztlich nicht vorhersehbar. Die Mitarbeiter der KHR wissen zwar genau, wie sie den Menschen im Ernstfall technisch helfen können", so Schwillus, "doch mangelt es derzeit noch an Strategien, wie man die Bevölkerung dauerhaft für diese Gefahrensituationen sensibilisieren kann." Gleichzeitig müssten Konzepte geschaffen werden, um die Folgen solcher Unglücke besser zu bewältigen.

Zwar befassen sich Psychologen, Historiker und Theologen in ihrer Arbeit auch mit möglichen Lösungen für diese Probleme. Allerdings fehle zu diesem Thema noch der wissenschaftliche Austausch über die Fachgrenzen hinweg. "Hier setzen wir mit der Tagung an und wollen auch einen dauerhaften Diskurs zwischen den Disziplinen befördern", sagt Schwillus.

Dass die Wahl für den Tagungsort auf Halle gefallen ist, ist dabei kein Zufall: Die Stadt an der Saale war, wie viele Teile Sachsen-Anhalts, im Sommer 2013 schwer von einem Hochwasser betroffen. Die Saale erreichte den höchsten Stand seit 400 Jahren. Auch in Halle wurden viele Straßen und Gebäude von den Wassermassen in Mitleidenschaft gezogen, zahlreiche Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen. Die Reparaturarbeiten nach den Hochwasserschäden dauern teilweise bis heute an.

Anmeldungen zur Tagung sind bis zum 13. März unter folgenden Adressen möglich:
http://www.chr-khr.org/de/anmeldeformular oder petra.olk@kaththeol.uni-halle.de

Menschliche Wahrnehmung singulärer hydrologischer Ereignisse
21./22. März 2016
Aula, Löwengebäude, Universitätsplatz 11
06108 Halle (Saale)

 

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