Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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DFG verlängert Förderung eines Projektverbunds am Zentrum für Schul- und Bildungsforschung (ZSB)

Nummer 246/2007 vom 10. Dezember 2007
Der Projektverbund „Mikroprozesse schulischer Selektion bei Kindern und Jugendlichen“ am Zentrum für Schul- und Bildungsforschung (ZSB) der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg kann sich nach einer bereits für zwei Jahre erfolgten Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) über die positive Begutachtung der Verlängerungsanträge freuen. „Damit kann der aus drei Teilprojekten bestehende Verbund seine Forschungsarbeit in der bisherigen Konstellation für weitere zwei Jahre fortsetzen und – bei der Längsschnittanlage von zwei Projekten besonders wichtig – in Kontinuität und konkreter personeller Vernetzung untereinander sicherstellen“, erklärt Prof. Dr. Heinz-Hermann Krüger vom Institut für Pädagogik der MLU. Erste Ergebnisse aller drei Teilprojekte sind in der Zeitschrift für Pädagogik 4/2007 publiziert.

Im Einzelnen handelt es sich um folgende Projekte:

Erfolg und Versagen in der Schulkarriere – Eine qualitative Längsschnittstudie zur biographischen Verarbeitung schulischer Selektionsereignisse
Das Projekt zielt auf die wechselseitigen Einflüsse von Schulkarriere und Schülerbiographie im Prozessverlauf. Rund 70 Schülerinnen und Schüler werden entlang der Schulkarriere zu ihrer Sichtweise auf Schule und schulische Selektion befragt. Die individuellen schul- und bildungsbezogenen Komponenten des kindlichen Orientierungsrahmens werden in Abhängigkeit von der Schulkarriere und im jeweiligen Verlauf analysiert. Für den Übergang in die Sekundarstufe I zeigte sich, wie relevant das Passungsverhältnis zwischen kindlichem Orientierungsrahmen und weiterführender Schule ist (Kontakt: Prof. Dr. Werner Helsper, E-Mail: werner.helsper@paedagogik.uni-halle.de, Dr. Rolf-Torsten Kramer, E-Mail: rolf-kramer@zsb.uni-halle.de).

Leistungsbewertung in der Schulklasse. Eine ethnographische Untersuchung zur Performanz schulischer Selektion
Es geht in diesem Projekt um die ethnographische Analyse der Praxis der Leistungsbewertung im Schulalltag. Die Analysen beruhen auf langfristigen Beobachtungen in zwei kontrastierenden halleschen Schulklassen ab dem fünften Schuljahr. Durch die Projektverlängerung wird es möglich, sowohl die Entwicklung ausgesuchter Schülerinnen und Schüler im Längsschnitt zu beobachten, als auch zwei weitere Schulklassen in Niedersachsen in die Ethnographie einzubeziehen. Die zentrale Frage lautet: Was leisten die Praktiken der Bewertung und Selektion von Schülern für die Ordnung des Unterrichtsalltages selbst? (Kontakt: Dipl.-Päd. Michael Meier und Katrin. U. Zaborowski, M.A., E-Mail: michael.meier@zsb.uni-halle.de und katrin.zaborowski@zsb.uni-halle.de).

Peergroups und schulische Selektion – Interdependenzen und Bearbeitungsformen
Das Projekt zielt darauf ab, den sich verändernden Stellenwert schulischer und außerschulischer Peerbeziehungen und -orientierungen für schulisch erfolgreiche bzw. weniger erfolgreiche Bildungsbiographien im Verlaufe der Sekundarstufe I zu untersuchen. Im Zentrum der aktuell durchgeführten zweiten Erhebungs- und Auswertungsphase einer auf sechs Jahre angelegten qualitativen Längsschnittstudie stehen die inzwischen circa 13-jährigen Schülerinnen und Schüler aus einem Gymnasium, einer Integrierten Gesamtschule, einer Hauptschule sowie zwei Sekundarschulen (Kontakt: Prof. Dr. Heinz-Hermann Krüger, E-Mail: krueger@paedagogik.uni-halle.de).

 

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