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Lehramtsstudierende der Uni Halle begleiten Kinder mit Migrationshintergrund im Schulalltag

Nummer 043/2016 vom 08. April 2016
An der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg startet im Sommersemester ein neues Projekt, in dem Lehramtsstudierende Schüler mit Migrations- oder Fluchthintergrund in halleschen Grund-, Sekundar- und berufsbildenden Schulen unterstützen. Die Studierenden gehen dabei direkt an die Schulen und bieten dort zum Beispiel Hilfe beim Sprachunterricht oder außerschulischen Aktivitäten an. Ziel ist es, die Kinder besser in das Schulsystem zu integrieren und sie am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu lassen. Das Projekt ist eine Kooperation des Zentrums für Lehrerbildung (ZLB) und des Landesschulamts Sachsen-Anhalt.

"Mit unserem Projekt wollen wir die Lehrkräfte an halleschen Schulen dabei unterstützen, Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund auf das Leben in Deutschland vorzubereiten", sagt Dr. Marie-Theres Müller, Geschäftsführerin des ZLB. Für ein Semester gehen die Studierenden für bis zu drei Stunden pro Woche an verschiedene Schulen in Halle. Dort unterstützen sie die Schüler zum Beispiel beim Sprachunterricht, bei der Sprachförderung oder beim Vokabeltraining. Je nach Alter könne der Sprachunterricht ganz unterschiedlich ausfallen, so Müller. Für Grund- und Sekundarschüler könne man häufig Materialien für den typischen Unterricht im Klassenzimmer verwenden. "In der Berufsschule braucht es aber teilweise andere Herangehensweisen", so Müller weiter. Deshalb sei es für ältere Schüler denkbar, sie bei der Berufsorientierung und der Freizeitgestaltung zu unterstützen.

Das Landesschulamt fungiert innerhalb des Projekts als Bindeglied zwischen den Schulen und der Universität: Die Mitarbeiter erheben, welche Kompetenzen an welcher Schule gebraucht werden und vermitteln anschließend die Studierenden. Die Projektteilnehmer können sich ihre Arbeit auch als Praktikum für ihr Studium anrechnen lassen. "Einige unserer Studierenden wollten aber nicht warten, bis das Projekt startet und engagieren sich bereits jetzt an verschiedenen Schulen", freut sich Müller. So habe zum Beispiel eine Studentengruppe in der Sekundarschule Kastanienallee in Halle-Neustadt schon eine so genannte Anlaut-Tabelle für rumänische Kinder entworfen. Diese soll den Schülerinnen und Schülern dabei helfen, Lesen und Schreiben zu lernen. Auf einer Anlaut-Tabelle sind alle gängigen Laute einer Sprache abgebildet. Neben dem jeweiligen Laut ist immer mindestens ein Bild zu sehen, das mit dem entsprechenden Laut beginnt.

Auftakt und Vorstellung des Projekts "Zusammen-wachsen":
Donnerstag, 14. April, 14.30 Uhr
Hallischer Saal in der Burse zur Tulpe
Universitätsring 5, 06108 Halle (Saale)

Zum Auftakt werden der Rektor der halleschen Universität Prof. Dr. Udo Sträter, ZLB-Direktor Prof. Dr. Thomas Bremer und der Direktor des Landesschulamtes Torsten Klieme in das Projekt einführen. Während der Veranstaltung berichten Studierende auch über ihre ersten Erfahrungen aus den halleschen Schulen.

Weitere Informationen zum Projekt unter: http://www.zlb.uni-halle.de/zusammen-wachsen/

 

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