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Forschen für die Artenvielfalt: Drei Professoren halten gemeinsam ihre Antrittsvorlesungen

Nummer 063/2016 vom 18. Mai 2016
Was macht die globale Artenvielfalt aus und wie lässt sie sich erforschen? Diese Fragen stehen im Zentrum von drei Antrittsvorlesungen am Donnerstag, 26. Mai, an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU). Die neu berufenen, international renommierten US-amerikanischen Forscher Tiffany Knight, Stanley Harpole und Jonathan Chase sprechen ab 17 Uhr in der Aula der MLU über ihre Forschung zur Biodiversität. Die Vorträge finden in englischer Sprache statt. Die drei Wissenschaftler haben an der MLU eine Professur inne und forschen am Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig bzw. dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ.

Prof. Dr. Tiffany Knight wird über das Thema "Plant-animal interactions across space and time" sprechen. Die US-Amerikanerin hat vor kurzem Deutschlands höchstdotierten internationalen Forschungspreis, die Alexander von Humboldt-Professur, erhalten. Die MLU und das UFZ hatten die Forscherin gemeinsam für den Preis nominiert. Knight ist an der MLU Professorin für "Räumliche Interaktionsökologie" und am UFZ zugleich Mitglied des Departments Biozönoseforschung. Sie beschäftigt sich unter anderem mit der Entwicklung der Artenvielfalt einzelner Gebiete über längere Zeiträume.

Prof. Dr. Stanley Harpole ist Professor für "Physiologische Diversität" an der MLU und dem UFZ. Er erforscht, welchen Einfluss die Eigenschaften verschiedener Pflanzenarten auf die Wechselwirkungen zwischen den Arten und deren Zusammenleben haben. Harpole untersucht auch die Mechanismen, die die Artenvielfalt beeinflussen, um die Auswirkungen des globalen Wandels auf die Artenvielfalt besser vorhersagen zu können. Das Thema seines Vortrags ist: "Biodiversity and multiple resource limitation".

Der Bioinformatiker Prof. Dr. Jonathan Chase ist Professor für "Biodiversitäts-Synthese" an der MLU und dem iDiv. Er erforscht den Zusammenhang von globaler Artenvielfalt, Ökosystemfunktionen und Umweltfaktoren mittels modernster informatischer Methoden. Mit seinen Arbeiten soll es möglich werden, die biologische Vielfalt auf räumlichen und zeitlichen Skalen abzubilden, diese miteinander zu vergleichen und auch Vorhersagen zur Entwicklung der Artenvielfalt zu treffen. In seinem Vortrag widmet sich Chase dem Thema: "Cutting through the morass to find synthesis in biodiversity patterns and processes".

Zur Veranstaltung:
Donnerstag, 26. Mai, 17 bis 19 Uhr
Aula der MLU, Löwengebäude
Universitätsplatz 11, 06108 Halle (Saale)

 

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