Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Ansprechpartner für die Presse

Manuela Bank-Zillmann
Pressesprecherin
Telefon: +49 345 55-21004
Mobil: +49 (0) 151 16163495

Ansprechpartner zu dieser Pressemitteilung

Jan Borchers
Leiter des Studienkollegs (kommissarisch)
Telefon: +49 (0) 345-55 24486

Kontakt

Manuela Bank-Zillmann

Telefon: +49 345 55-21004
Telefax: +49 345 55-27404

Universitätsplatz 8/9
06108 Halle

Weiteres

Login für Redakteure





Erste Förderkurse im Studienkolleg Halle mit 50 Flüchtlingen starten

Nummer 064/2016 vom 18. Mai 2016
Im Mai beginnen 50 Flüchtlinge, die ein Studium aufnehmen wollen, spezielle Förderkurse am Landesstudienkolleg Halle. In diesen Förderkursen sollen die Männer und Frauen Deutsch lernen und sich mit der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) vertraut machen. Ziel ist es, sie für die Aufnahmeprüfung zu den Pflicht-Vorbereitungskursen für Ausländer im Studienkolleg fit zu machen, so dass sie im Anschluss ein reguläres Studium aufnehmen können. Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) stellt für dieses Förderprogramm bis Ende 2019 am Standort Halle maximal 1,3 Millionen Euro zur Verfügung. Die nächsten 25 Flüchtlinge werden zum Wintersemester 2016/17 aufgenommen.

Das Förderprogramm im Studienkolleg Halle bietet den studierwilligen Flüchtlingen mehr als nur intensiven Deutschunterricht. Sie sollen auch mit der Universität vor Ort vertraut werden. Eine Gasthörerschaft ist daher genauso so möglich wie der Besuch von Sommerschulen und die Beteiligung an Exkursionen während der Semesterpause. Spätestens im Februar 2017 sollen die mehrheitlich aus Syrien und dem Iran stammenden Flüchtlinge dann in der Lage sein, die übliche Aufnahmeprüfung im Studienkolleg Halle zu bestehen. "Sie erhalten damit dieselbe reelle Chance auf die Hochschulzugangsberechtigung wie alle Bewerberinnen und Bewerber aus dem Ausland, die nicht über einen in Deutschland anerkannten Abschluss oder ungenügende Deutschkenntnisse verfügen", sagt Jan Borchers, kommissarischer Leiter des Studienkollegs Halle. Wer die so genannte Feststellungsprüfung am Ende besteht, kann dann ein ganz normales Studium in Halle oder jeder anderen Hochschule in Deutschland beginnen.

Unter den 50 ersten Geförderten sind einige Flüchtlinge, die bereits in ihren Heimatländern eine akademische Ausbildung absolviert haben. Sie wurden aus insgesamt 180 Bewerberinnen und Bewerbern ausgewählt. Weitere 25 Männer und Frauen beginnen das Förderprogramm im kommenden Semester, das mit der Förderung des DAAD bis Ende 2019 fortgeführt werden kann

"Wissenschaft schafft Chancen und integriert. Wir wollen daher den Einstieg in ein reguläres Studium ermöglichen", sagt Prof. Dr. Udo Sträter, Rektor der MLU. "Bei diesem Vorhaben arbeiten wir erfolgreich mit dem Studienkolleg zusammen. Das Studienkolleg ist in Halle, so wie es auch im Koalitionsvertrag steht, nicht verzichtbar und vom Land weiter zu unterstützen."

An der MLU nimmt am 1. Juni 2016 auch ein Referent für flüchtlingsbezogene Projekte und Integration seine Arbeit auf, der Ansprechpartner für studierwillige Flüchtlinge ist. Er soll alle universitären Angebote und Maßnahmen für studierwillige Flüchtlinge und geflüchtete Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler koordinieren sowie außerdem Ansprechpartner für alle externen Akteure in dieser Hinsicht sein.

 

Zum Seitenanfang