Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Strukturveränderungen an der Universität Halle

Nummer 089/2016 vom 17. August 2016
An der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) gibt es zum Wintersemester 2016/17 strukturelle Veränderungen. Gegründet wird ein neues Institut für Musik, Medien- und Sprechwissenschaften. Damit sollen ab 1. Oktober 2016 Kooperationen zwischen diesen Fächern gestärkt werden und Synergieeffekte, etwa über die Einrichtung sogenannter Brückenprofessuren, zum Tragen kommen. Zugleich wird auch das Zentrum für Ingenieurwissenschaften an der MLU endgültig geschlossen.

Die Strukturänderungen betreffen die Philosophische Fakultät II. Der Akademische Senat stimmte in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause zu, das bisher existierende Institut für Medien, Kommunikation und Sport zu schließen und aus dem Institut für Slawistik und Sprechwissenschaft die Sprechwissenschaft herauszulösen. Zum 1. Oktober kann so - ebenfalls mit Zustimmung des Senats - das Institut für Musik, Medien- und Sprechwissenschaften seine Arbeit aufnehmen. Gegründet wird auch ein eigenständiges Institut für Sportwissenschaft.

"Wir müssen die verfügbaren Ressourcen für Forschung und Lehre an der Universität sinnvoll einsetzen und - abgesehen von den Einsparwünschen des Landes - ein attraktives Angebot für Studierende und Wissenschaftler schaffen", sagt Rektor Prof. Dr. Udo Sträter.

"Wir versuchen Zukunft zu denken", sagt Prof. Dr. Georg Maas, Dekan der Philosophische Fakultät II. Das Institut für Musik, Medien- und Sprechwissenschaften sei in dieser Kombination einmalig in Deutschland. "In diesen Fächern gibt es viele gemeinsame Fragestellungen. Zum Beispiel, wenn es um Medien geht, die mit Musik und Sprache arbeiten, etwa Film und Hörfunk", so Maas weiter. Diese bereits kooperierenden Fächer unter ein Dach zu bringen und Brückenprofessuren mit Wissenschaftlern zu besetzen, die in zwei Fächern zuhause sind, sei daher konsequent. "Wir nutzen den Generationswechsel an der Hochschule. Wenn Professoren ausscheiden, können wir die Denominationen der Professuren überdenken und mit neuen Ausrichtungen auch neue Strukturen schaffen."

Auch für die nun eigenständige Slawistik kann es aber bald schon neue Partner geben. "Denn auch für die Philologien entwickeln wir zurzeit neue Pläne. Gute Räumliche Voraussetzungen für ein weiteres Zusammenrücken dieser Fächer sind mit dem Steintor-Campus und der neuen Bibliothek gegeben", sagt Dekan Maas. Vor allem im Bereich der Lehrerausbildung gebe es viele Schnittmengen zwischen den Sprachen.

Am 30. September 2016 schließt das Zentrum für Ingenieurwissenschaften an der MLU für immer. Das Zentrum übernahm - nach dem Beschluss der Landesregierung von 2004 zur Schließung der Ingenieursausbildung an der MLU - die Geschäfte der Fakultät für Ingenieurwissenschaften und führte zwölf Jahre lang die Ausbildung und Qualifizierung der Ingenieure zu Ende. Die laufenden Forschungsprojekte sowie die Promotionsvorhaben sollen an einer neuen interdisziplinären Einrichtung mit dem vorläufigen Namen "Interdisziplinäres Zentrum für Transferorientierte Forschung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg" weiter geführt werden. Entstehen soll ab 1. Oktober eine Plattform der naturwissenschaftlichen Fächer der MLU für anwendungs- und transferorientierte Forschung sowie Lehre und Weiterbildung. Unterstützen soll das neue Zentrum auch die Kooperation mit Fachhochschulen und den außeruniversitären Forschungseinrichtungen.

 

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