Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Heisenberg-Professur stärkt Biowissenschaften an der Uni Halle

Nummer 101/2016 vom 28. September 2016
Der Entwicklungsgenetiker Christian R. Eckmann hat eine Heisenberg-Professur der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) erhalten. Der bisher als Heisenberg-Stipendiat durch die DFG geförderte, international ausgewiesene Wissenschaftler forscht seit 2015 an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) zu den entwicklungsbiologischen Steuerungsmechanismen, die zur Entstehung und Differenzierung von Keimzellen beitragen. Die Professur "Entwicklungsgenetik", die Eckmann ab 1. Oktober innehat, wird bis 2020 von der DFG finanziert und danach von der MLU dauerhaft übernommen.

Die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Christian Eckmann beschäftigt sich mit den molekularen Grundlagen der Keimzellentwicklung. Je nach Geschlecht entwickeln sich Keimzellen aus undifferenzierten, teilungsfähigen Stammzellen in ausdifferenzierte Endprodukte: die weiblichen Eizellen und die männlichen Spermien. Die Stadien der Keimzellentwicklung werden dabei primär über die posttranskriptionale Genexpressionskontrolle reguliert. Ziel der Forschung der Gruppe von Christian Eckmann ist es, die molekularen Funktionen der an dieser Genexpressionskontrolle beteiligten RNA-bindenden und RNA-modifizierenden Proteine aufzuklären sowie den dazu passenden mRNA-Code zu entschlüsseln. Untersuchungsgegenstand ist der Fadenwurm Caenorhabditis elegans, ein etablierter tierischer Modellorganismus.

Mit der Forschungsarbeit von Christian Eckmann ist eine generelle Neuausrichtung der genetischen Forschung an der MLU verbunden. "Die Heisenberg-Professur würdigt die exzellente wissenschaftliche Leistung von Christian Eckmann. Für die Universität bedeutet die DFG-Förderung aber auch, dass wir ihm eine langfristige Perspektive als Professor bieten und zugleich die sehr erfolgreichen Biowissenschaften weiter stärken können", sagt Rektor Prof. Dr. Udo Sträter. Im Bereich der Naturwissenschaftlichen Fakultät I - Biowissenschaften, zu der die Arbeitsgruppe Eckmann gehört, stellt seine Arbeit zugleich eine Stärkung der Proteinforschung und der RNA-Biologie dar. Auch ein Brückenschlag zu den anderen naturwissenschaftlichen Fakultäten der MLU und der Medizinischen Fakultät ist über gemeinsame Fragestellungen in der Forschung gegeben.

Der gebürtige Österreicher Christian Eckmann (Jahrgang 1972) studierte an der Universität Wien molekulare Genetik und wurde dort anschließend promoviert. Als Post-Doc in den USA erlernte er das genetische System C. elegans - seine Arbeiten daran sind in Europa heute ein Alleinstellungsmerkmal. Am Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik in Dresden etablierte er ab 2004 eine unabhängige Arbeitsgruppe, die mehrere offene Fragestellungen der Keimbahnentwicklung beantwortete. Unterstützt unter anderem durch ein Heisenberg-Stipendium der DFG und mit Mitteln aus der Schwerpunktförderung des Landes Sachsen-Anhalt, wechselte die Arbeitsgruppe Eckmann bis 2015 sukzessive an die MLU und bezog Räume im Biozentrum auf dem Weinberg-Campus.

Die Heisenberg-Professur der DFG bietet seit 2006 exzellenten und berufbaren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern maximal fünf Jahre lang eine von der DFG finanzierte Stelle, die - als Tenure Track - die unbefristete Weiterbeschäftigung durch die jeweilige Universität vorsieht. Jährlich bewilligt die DFG nur rund 20 dieser Professuren.

 

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