Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Prof. Dr. Andrea Sinz
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Pharmazeutin Andrea Sinz zählt zu den Top-Frauen der analytischen Wissenschaften

Nummer 116/2016 vom 20. Oktober 2016
Auszeichnung für Prof. Dr. Andrea Sinz von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU): Die internationale Fachzeitschrift "The Analytical Scientist" hat die Pharmazeutin zu einer der 50 einflussreichsten Frauen der analytischen Wissenschaften weltweit gekürt. Das Magazin veröffentlicht jedes Jahr eine sogenannte "Power List" mit führenden Persönlichkeiten aus der Wissenschaft. In diesem Jahr beinhaltet die Liste ausschließlich Wissenschaftlerinnen.

"Darüber freue ich mich sehr", sagt Andrea Sinz, die an der MLU die Abteilung Pharmazeutische Chemie und Bioanalyse leitet. "In der letzten Ausgabe des Rankings waren zahlreiche namhafte Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aufgeführt. Dass ich jetzt auch diesem Kreis dazu gehöre, freut mich", so Sinz weiter. Im Vorfeld hatte die Zeitschrift Vertreter aus Wissenschaft und Industrie aufgerufen, die ihrer Meinung nach wichtigsten Wissenschaftlerinnen weltweit für das Ranking zu nominieren. Eine Experten-Jury traf danach die Auswahl, welche Forscherinnen dann in die Liste "Top 50 Women in Analytical Sciences" aufgenommen werden.

Zu den analytischen Wissenschaften zählen Disziplinen wie die Massenspektrometrie, mit der sich auch die Arbeitsgruppe von Andrea Sinz in Halle beschäftigt. Dort arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter anderem an neuen Methoden, um die Struktur von Proteinen dreidimensional zu analysieren. Aktuell arbeitet ihre Arbeitsgruppe daran, Proteinstrukturen und Wechselwirkungen zwischen Proteinen mit Hilfe der Massenspektrometrie aufzuklären. Die Erforschung der Struktur von Proteinen ist zum Beispiel für die Medizin von großem Interesse, da Erkrankungen wie Alzheimer oder Krebs auf Fehlfaltungen von Proteinen basieren. Ein Beispiel dafür ist das Protein p53, das auch als "Wächter des Genoms" bekannt ist. Dieses Protein lässt sich nur schwer untersuchen, weil es mit ganz unterschiedlichen Proteinen interagieren kann und immer wieder seine Struktur verändert. "Bereits eine kleine Mutation kann dazu führen, dass ein Tumor entsteht", so Sinz weiter. Solche flexiblen Proteine seien in der Wissenschaft zwar seit längerem bekannt. Bisher würden aber noch die Methoden fehlen, ihre Struktur zu erforschen. Und das, obwohl es davon wahrscheinlich sehr viele im menschlichen Körper gibt.

Zur Website des Rankings: https://theanalyticalscientist.com/power-list/2016/

 

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