Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Mitarbeit in sozialen Einrichtungen bringt Studierenden Pluspunkte im Studium

Projekt im Bereich Schlüsselqualifikationen: Pilotphase vor dem Abschluss

Nummer 025/2008 vom 23. Januar 2008
20 Studierende der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) haben im laufenden Wintersemester erstmals Studienleistungen durch die Mitarbeit in gemeinnützigen Einrichtungen erbracht. Möglich wurde dies durch das Programm „Do it!“, organisiert von der gemeinnützigen Stuttgarter Agentur mehrwert in Zusammenarbeit mit der Freiwilligen-Agentur Halle. Unterstützt wird es von der Robert Bosch Stiftung und der Volksbank Halle e.G. Die MLU ist einer von insgesamt fünf Pilotstandorten für „Do it!“. Zu einem Fototermin am 28. Januar sind Journalisten herzlich eingeladen.

Ein umfangreicher Auswertungsworkshop und die Ausgabe der Bescheinigungen an die erfolgreichen Teilnehmer stehen noch aus, dann hat das Projekt „Do it! - Service Learning für Studierende" an der Martin-Luther-Universität sein erstes Semester hinter sich. Die 20 am Projekt teilnehmenden Studierenden haben in den vergangenen Monaten nicht nur wie üblich Vorlesungen und Seminare besucht, sondern sich nebenbei in gemeinnützigen Einrichtungen engagiert. Die Hochschüler betreuten alte Menschen, gestalteten Freizeitangebote für Behinderte, halfen Kindern mit Migrationshintergrund bei ihren Hausaufgaben oder unterstützten benachteiligte Jugendliche bei der Bewerbung um einen Arbeitsplatz. Das alles als Teil ihres Studiums, denn im Rahmen ihrer Bachelor-Studiengänge erwarben die Teilnehmer Leistungspunkte im Bereich Allgemeine Schlüsselqualifikationen.

„Wir haben uns entschieden, diesen Teil der Ausbildung breit anzugehen", sagt Prof. Dr. Christoph Weiser, an der MLU Prorektor für Studium, Lehre, Weiterbildung und internationale Beziehungen. „Dieses Semester hat gezeigt: Es funktioniert, und zwar gut. Die Studierenden sind fasziniert von dieser Möglichkeit, soziale Kompetenzen zu erwerben und damit Soft Skills, die von Arbeitgebern stets gefordert werden. Die Universität hat dafür in zweierlei Hinsicht Neuland betreten, indem sie erstens für die Schlüsselqualifikationen den sozialen Bereich ausgewählt und dazu zweitens mit Partnern außerhalb der Hochschule kooperiert hat." Letzteres sei für weitere Module in diesem Bereich des Studiums denkbar.

„Die Nützlichkeit ist ganz offensichtlich", sagt auch Ines Jaschinski-Kramer, Projektleiterin der Freiwilligen-Agentur. „Zum Einen kann dem Gemeinwesen und damit einzelnen Personen, die dringend Unterstützung benötigen, geholfen werden, und zum Anderen lernen die Helfenden sich selbst besser kennen und gewinnen zusätzliche Kompetenzen. Dadurch verbindet ‚Do it! - Service Learning für Studierende' in idealer Weise soziales Lernen mit der Förderung zivilgesellschaftlichen Engagements." Ines Jaschinski-Kramer setzt ebenso wie Prorektor Weiser auf eine Fortführung des Projekts. Spätestens zum kommenden Wintersemester soll das gelingen. Neue Partner sollen ins Boot geholt werden, da die Förderung der Robert Bosch Stiftung nach der Pilotphase ausläuft. Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ist einer von insgesamt fünf Pilotstandorten für „Do it!". Die weiteren Hochschulen sind: Universität Lüneburg, European Business School Oestrich-Winkel, TU Dresden, Ludwig-Maximilians-Universität München.

Susan Oehmichen hat in Halle am Projekt teilgenommen. Sie studiert an der MLU Erziehungswissenschaften und war im Krokoseum tätig. Das Krokoseum ist ein kinderkultureller Aktionsraum und versteht sich als ein Zentrum der pädagogischen Arbeit mit Kindern in den Franckeschen Stiftungen. Die Studentin hat die Kinder u.a. bei Hausaufgaben unterstützt, ein offenes Ohr für ihre Probleme gehabt, in der Holzwerkstatt mit ihnen gearbeitet, gewissermaßen als „Mädchen für alles". „Ich möchte später in diesem Bereich arbeiten", sagt die 20-Jährige. „Die Praxiserfahrung kann mir bei der Suche nach einem Job zugute kommen. Zudem bin ich ruhiger, verständnisvoller und gelassener geworden.". Sie könne das Programm nur jedem empfehlen, nicht zuletzt, da es „eine willkommene Abwechslung zum theoretischen Alltag in der Uni ist".

 

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