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Juristen-Nachwuchs aus Halle mit überragenden Noten

Verbesserte Ausbildung trägt Früchte

Nummer 049/2008 vom 27. Februar 2008
Sachsen-Anhalts Juristen-Nachwuchs glänzt mit guten Noten in der Ersten juristischen Staatsprüfung. Mehr als jeder Sechste schaffte im gerade abgeschlossenen Prüfungsdurchgang B/2007 ein Prädikatsexamen. Die verbesserte Ausbildung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) trägt somit Früchte.

Sachsen-Anhalts Justizministerin Professor Angela Kolb erklärte, die Ergebnisse seien ein „deutlicher Ausdruck einer in den letzten Jahren erheblich verbesserten Qualität der Ausbildung im Juristischen Studium an der Martin-Luther-Universität". Prof. Dr. Armin Höland, Prodekan und Sprecher des juristischen Bereiches der Juristischen und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der MLU, sagte: „Wir haben an verschiedenen Stellen große Anstrengungen unternommen. Im Zusammenwirken tragen die reformierte Ausbildung und die besseren Studienbedingungen zu den aktuellen Erfolgen bei."

Die Zahlen des beim Justizministerium angesiedelten Landesjustizprüfungsamtes in Magdeburg zeigen: Der Anteil derjenigen Absolventen, die ihr Hochschulstudium mit einer Spitzennote, einem sogenannten Prädikatsexamen abgeschlossen haben, ist erstmals auf über 17 Prozent gestiegen. Sie hat sich damit im Vergleich zum Jahr 2006 mehr als verdreifacht. Auch die Misserfolgs-Quote ist deutlich gesunken - von über 50 Prozent im Jahr 2006 auf knapp über 30 Prozent.

Noch beeindruckender sind die Ergebnisse bei den Studierenden, die nun erstmals den staatlichen Teil der nach der Reform neuen zweigeteilten Ersten juristischen Prüfung ablegen konnten. Dies war etwa die Hälfte aller Prüfungsteilnehmer. Bei dieser Staatlichen Pflichtfachprüfung fiel in Sachsen-Anhalt nur noch jeder fünfte Student durch (rund 21 Prozent). Demgegenüber konnte jeder vierte Prüfungsteilnehmer (rund 26 Prozent) ein Prädikatsexamen (Note „vollbefriedigend" oder besser) erzielen. „Das sind sehr gute Ergebnisse, die sich auch im Bundesvergleich mehr als sehen lassen", so Ministerin Kolb. Halle sei für Jura-Studenten eine gute Wahl.

Das Juristische Studium ist seit 2003 neu organisiert. Seitdem müssen die Studierenden neben einer staatlichen Pflichtfachprüfung beim Landesjustizprüfungsamt auch eine universitäre Schwerpunktbereichsprüfung an der Juristischen Fakultät ablegen. Der staatliche Teil macht dabei 70 Prozent und der universitäre Teil 30 Prozent der Gesamtnote der Ersten Juristischen Prüfung aus.

Zu den Ausbildungsbedingungen führte Armin Höland aus: „Wir haben einen Kurs eingeführt, in dem Examensklausuren simuliert werden, wir bieten ein attraktives Repetitorium an der Universität an, auch ein Mentorenprogramm haben wir etabliert. Zudem spielt sicher die inzwischen vorgeschriebene Zwischenprüfung eine Rolle, die die Studierenden innerhalb der ersten vier Semester ablegen müssen. Damit wird ein wichtiges Signal gegeben, denn einigen Studierenden wird deutlich gemacht, dass das Fach für sie nicht das geeignete ist."

Die Juristische und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät in Halle nehme die Zwischenprüfung sehr ernst, so Justizministerin Kolb. „Diese universitäre Prüfung ist in Halle eine echte erste Hürde, die immerhin etwa 15 Prozent aller Anfangssemester endgültig nicht schaffen." Leistungsschwächere Studierende orientierten sich damit beruflich rechtzeitig neu.

In Sachsen-Anhalt kann Jura nur an der Martin-Luther-Universität in Halle-Wittenberg studiert werden. Aktuell sind rund 1000 Studierende für diesen Studiengang eingeschrieben.

 

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