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Neuer Studiengang „Nahoststudien“

Analyse aktueller Problematik im Mittelpunkt / Arabisch und Hebräisch auf dem Lehrplan

Nummer /  vom 02. April 2007
Den neuen Studiengang "Nahoststudien" bietet das Orientalische Institut der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) ab dem Wintersemester 2007/08 an. Er ist auf eine Analyse der aktuellen Problematik der politischen Situation im Nahen Osten ausgerichtet. Die Studierenden lernen Hebräisch und Arabisch, um die Eigensicht der Konfliktparteien wissenschaftlich auswerten zu können.

Die gegenwärtige gesellschaftliche Situation sowie der politische Diskurs im Nahen Osten - und darüber hinaus in vielen Teilen der islamischen Welt - ist weitgehend durch den sogenannten Nahostkonflikt geprägt. "Diese Situation dauert nun schon seit mehreren Generationen an. Ein Ende ist, ganz gleich, wie man das bewerten will, nicht abzusehen. Ein tieferes Verständnis dieses Konflikts ist daher eine Voraussetzung für viele Betätigungsfelder, in denen sich Absolventen orientalistischer Studiengänge bewähren können", erklärt der hallesche Islamwissenschaftler Prof. Dr. Jürgen Paul.



Der Studiengang "Nahoststudien" der Martin-Luther-Universität ist so konzipiert, dass er den Studierenden ein wissenschaftliches Verständnis der Positionen der verschiedenen Konfliktparteien ermöglicht. "In diesem Kontext stellt der Erwerb guter Sprachkenntnisse eine

unabdingbare Voraussetzung dar, und zwar der Sprachen beider Seiten, also Hebräisch und Arabisch, um zu einer wissenschaftlichen Auswertung der Eigensicht der Parteien zu kommen", sagt Professor Paul. Durch die Einbettung in den Kontext der historisch-philologischen Fächer der MLU, welche den Studiengang betreiben (Arabistik/Islamwissenschaft; Judaistik/Jüdische Studien; Christlicher Orient) wird gewährleistet, dass die Studierenden die historischen und gesellschaftlichen Voraussetzungen des Konflikts analysieren lernen, insbesondere im Hinblick der in den Konflikt involvierten Religionen.



Es handelt sich um einen Bachelor-Studiengang, der 120 Leistungspunkte umfasst. Den Studierenden wird eine Kombination mit Fächern empfohlen, die eine sozialwissenschaftliche Ausbildung beinhalten (Politikwissenschaft, Zeitgeschichte, Ethnologie, Soziologie usw.). Die Universität wird 15 bis 20 Studierende in dem neuen Studiengang aufnehmen, voraussichtlich wird es eine Zulassungsbeschränkung geben.

 

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