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Bio-Forschungspreis der Luckner-Stiftung für Existenzgründer Gert Horn

Die hallesche Martin-Luckner-Stiftung hat erstmals einen Forschungspreis verliehen. Preisträger ist der Agraringenieur Gert Horn. Er erhält 10.000 Euro für die Erforschung pflanzlicher Inhaltsstoffe.

Nummer 047/2007 vom 27. März 2007
Die hallesche Martin-Luckner-Stiftung hat erstmals einen Forschungspreis verliehen. Preisträger ist der Agraringenieur Gert Horn. Er erhält 10.000 Euro für die Erforschung pflanzlicher Inhaltsstoffe.

"Wir haben die Arbeit von Gert Horn lange Zeit wohlwollend beobachtet. Er ist ein würdiger erster Preisträger", sagt Prof. Dr. Joachim Ulrich, Vorstandsvorsitzender der Martin-Luckner-Stiftung und an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Prorektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs. "Gemäß unserer Stiftungsziele wollen wir innovative Projekte fördern, Vorlaufforschung unterstützen - genau das machen wir nun durch diesen Preis."

Das Preisgeld konnte vergeben werden dank der Spenden an die Stiftung und des positiven Betriebsergebnisses der BioSolutions Halle GmbH, deren Gesellschafter die Luckner-Stiftung ist. Die BioSolutions GmbH ist ein An-Institut des Biozentrums der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.


Preisträger Gert Horn gründete Ende letzten Jahres die Exsemine GmbH in Zappendorf (Saalkreis). "Wir gewinnen und vermarkten pflanzliche Inhaltsstoffe, die zum Beispiel in kosmetischen und pharmazeutischen Produkten verwendet werden können", berichtet der Existenzgründer. "Der Preis ist für ein so junges Unternehmen eine enorme Hilfe, ich freue mich sehr darüber. Das Preisgeld werden wir für langfristige Forschungsprojekte nutzen, insbesondere Züchtungsvorhaben." So könne Exsemine beispielsweise ein Projekt mit Kugeldistelarten weiterführen, bei dem es darum geht, pflanzliche Öle zu gewinnen. Im Bereich Forschung und Entwicklung arbeitet Horns Firma eng mit der BioSolutions Halle GmbH zusammen.


Die Martin-Luckner-Stiftung wurde 2005 gegründet. Sie trägt den Namen des 2004 verstorbenen halleschen Professors für Pharmazeutische Biologie, der an der Neugestaltung und Profilierung der Martin-Luther-Universität als Prorektor (1992-1996) wesentlichen Anteil hatte. Zweck der Luckner-Stiftung ist die Förderung der pharmazeutisch-biotechnologischen und biologischen Wissenschaften an der Martin-Luther-Universität und in ihrem Umfeld sowie deren praktische Umsetzung.


"Wir hoffen natürlich, dass wir den Preis künftig regelmäßig vergeben können", sagt der Vorstandsvorsitzende Joachim Ulrich. "Über Spenden, mit denen großzügig weitere Unterstützung für Forschung geleistet werden kann, würde sich die Stiftung daher sehr freuen."

 

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