Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Zusammenarbeit mit Indien ausgebaut

Delegation der Martin-Luther-Universität bringt Kooperationsprojekte auf den Weg

Nummer 034/2007 vom 02. März 2007
Entsprechend ihrer Internationalisierungsstrategie hat die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) ihre Zusammenarbeit mit Partnern in Indien erfolgreich ausgebaut. In den Bereichen Kunstgeschichte, Denkmalpflege, Pharmazie und Archäologie konnte eine Delegation der Universität in mehreren indischen Bundesstaaten neue Kooperationsprojekte auf den Weg bringen.

Aufbauend auf den Besuch der ehemaligen Prorektoren Wolfgang Schenkluhn und Reinhard Neubert im vergangenen Jahr besuchte deshalb im Februar eine kleine Delegation der Martin-Luther-Universität verschiedene Universitäten sowie eine Firma in Indien. Erste Station war die Universität Pune im indischen Bundesstaat Maharashtra. An dieser Universität ist das älteste Germanistische Institut außerhalb Deutschlands beheimatet, das 2014 das 100-jährige Jubiläum seiner Gründung feiern wird. Mit dem Leiter dieses Institutes, Professor Ninteen Gupte, wurden verschiedene Kooperationsmodelle diskutiert, insbesondere auf dem Gebiet der Kunstgeschichte, die es in Pune noch aufzubauen gilt. Die Gespräche sollen im Juni in Halle fortgesetzt werden.


An der Universität Pune besuchten die halleschen Wissenschaftler danach das College of Architecture, das großes Interesse am Masterstudiengang Heritage Management (Denkmalpflege) geäußert hat, den die MLU zusammen mit der Hochschule Anhalt anbietet. Auf dem Gebiet der Denkmalpflege besteht in Indien ein außerordentlich hoher Bedarf an Fachleuten und Know-how, um die zahlreichen Denkmale in Indien fachgerecht instandhalten zu können. In welcher Weise ein Masterstudiengang Heritage Management an der Universität Pune implementiert werden könnte, soll im Juni dieses Jahres bei einem Gegenbesuch der indischen Partner in Halle weiter erörtert werden.

Die zweite Station war die größte indische Pharmafirma, Ranbaxy in Gurgaon bei Neu Dehli. "Ranbaxy ist sehr daran interessiert, ihren besten Wissenschaftlern Möglichkeiten zur Promotion zu ermöglichen. Deshalb wurden unterschiedliche Optionen erörtert, in welcher Weise junge Wissenschaftler des Unternehmens unter Betreuung von Professoren des Institutes für Pharmazie der MLU promovieren können", berichtet Institutsdirektor Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Neubert. Die Rahmenbedingungen wollen die Partner in einem "memorandum of understanding" regelen. Es soll im Juni/Juli dieses Jahres in Halle unterzeichnet werden.

Drittes Ziel war das UNESCO-Weltkulturerbe in Champaner im Bundesstaat Gujarat, nahe der Universitätsstadt Varodara (Baroda). Der Besuch erfolgte auf Einladung des Präsidenten des Heritage Trust Baroda, des in Indien bekannten Architekten Karan Grover, und wurde von der Firma Siemens India gesponsert. In einer viertägigen Erkundung des Geländes von Champaner, der einstigen im 16. Jahrhundert untergegangen Hauptstaat von Gujarat, identifizierte die Gruppe potentielle Kooperationsprojekte zur Dokumentation, Ausgrabung, Restaurierung und Rekonstruktion. In einer Sitzung mit dem Heritage Trust Baroda wurden die Projektvorschläge der Gruppe begrüßt und ein Initialprojekt vereinbart. Auch der ASI (Archeological Survey of India), die nationale Denkmalbehörde in Delhi, unterstützt die Bestrebungen der MLU, in Champaner aktiv zu werden. "Dieses archäologisch-denkmalpflegerischen Vorhaben wäre das erste seiner Art auf dem indischen Subkontinent, das durch eine deutsche Universität realisiert wird", erklärt Prof. Dr. François Bertemes, Institut für Kunstgeschichte und Archäologien Europas.

 

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