Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Blick in die Schönwettersche Eiersammlung: Eier und Nester von Seglern, Baumseglern, Salanganen und Kolibris.
Foto: Martin-Luther-Universität
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Vorösterliches in Halle: Eier aus verschiedenen Kontinenten

Nummer 062/2008 vom 07. März 2008
Eine beliebte Veranstaltungsreihe geht in eine neue Runde: Die Sommerakademie der Zoologischen Sammlungen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ist ein Mix aus Kultur, Bildung und Unterhaltung für kleine und große Leute. Traditionell steht die Eröffnungsveranstaltung unter einem österlichen Thema. Präsentiert wird am Sonntag, 16. März 2008, das kleinste Vogelei der Welt, aber auch ein großes Straußenei, eine echte Herausforderung für den Osterhasen.

Im historischen Hörsaal des Institutes für Zoologie wird wieder in einer kurzweiligen Einführung über das Ei berichtet, unter besonderer Berücksichtigung mythischer, biologischer, physiologischer und kulinarischer Aspekte. Nach dem Vortrag besteht die Möglichkeit, sich eine Auswahl der Vogeleier aus der sonst der Öffentlichkeit nicht zugänglichen Eiersammlung anzusehen und sich dort vielleicht für das kommende Osterfest Anregungen zu holen. Aus der einmaligen Kollektion australischer Tiere zeigen die Zoologischen Sammlungen ein eierlegendes Säugetier. Beantwortet wird die Frage: „War das Schnabeltier für die Wissenschaft vor 150 Jahren ein Fabelwesen oder eine echte Sensation?

Im Rahmenprogramm ist im Eingangsbereich des Hauses auch ein Skelett eines Schweinswals zu besichtigen. Die Eingangsvitrine erinnert an Carl Hermann Conrad Burmeister, dessen 200. Geburtstag sich im vergangenen Jahr jährte. Der Gelehrte gilt als einer der weltweit bekanntesten Naturforscher, der je an der halleschen Universität lehrten. Er trug wesentlich zur Entwicklung der biologischen und geologisch-paläonthologischen Wissenschaften in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Deutschland bei. Er beschäftigte sich zeitlebens auch mit marinen Lebewesen. Der Burmeister-Schweinswal (Phocoena spinipinnis) ist eine an den Küsten Südamerikas beheimatete Walart aus der Familie der Schweinswale (Phocoenidae), die ihren Namen nach ihrem Erstbeschreiber, Hermann Burmeister, trägt.

Informationen zur Eiersammlung:
Die Eiersammlung konnte 1961 vom weltweit anerkannten Oologen Max Schönwetter erworben werden. Zu diesem Zeitpunkt umfasste sie 19.206 Exponate von 3.839 Vogelarten. Seitdem ist sie durch zahlreiche Exponate noch beträchtlich erweitert und durch Nestaufsammlungen ergänzt worden. Gezeigt wird das kleinste Vogelei der Sammlung. Es ist erbsengroß, ca. fünf Millimeter lang und wiegt minimal 0,25 Gramm. Das voluminöse Kolibrinest hat innen lediglich drei bis vier Zentimeter Durchmesser. Das größte Vogelei stammt vom Afrikanischen Strauß, ist 11 mal 14 Zentimeter groß und wiegt bis zu 1,6 Kilogramm. Noch größer war das Ei des vor über 150 Jahren ausgestorbenen Madagaskar-Straußes: 30 x 23 Zentimeter. In der Sammlung ist eine Nachbildung des größten gefundenen Exemplars zu sehen. Sein Volumen von acht Litern entspricht dem von 148 Hühnereiern.

Die Veranstaltungsdaten:
Die Veranstaltung am Sonntag, 16. März, beginnt um 10:30 Uhr mit einem Vortrag im Hörsaal des Bereiches für Zoologie/Institut für Biologie, Domplatz 4 (Einlass ab 10 Uhr). Der Vortrag dauert etwa 45 Minuten, anschließend können noch eine Stunde lang die vorösterliche Sonderausstellung und die Vogelsammlung des Institutes besichtigt werden. Der Eintritt ist frei.

Fotos:
Vertreter der Medien sind herzlich willkommen. Es können auch Fotos vorab zur Verfügung gestellt werden.

Blick in die Schönwettersche Eiersammlung: Eier und Nester von Seglern, Baumseglern, Salanganen und Kolibris.
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Foto: Martin-Luther-Universität
Blick in die Schönwettersche Eiersammlung: Eier und Nester von Seglern, Baumseglern, Salanganen und Kolibris.
Foto: Martin-Luther-Universität
Eine Familie des Bankiva-Huhns (Stammform unseres Haushuhns) und das Ei des ausgestorbenen Madagaskastraußes.
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Eine Familie des Bankiva-Huhns (Stammform unseres Haushuhns) und das Ei des ausgestorbenen Madagaskastraußes.
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Ein Küken des südamerikanischen Nandus, zu sehen in den Zoologischen Sammlungen.
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Ein Küken des südamerikanischen Nandus, zu sehen in den Zoologischen Sammlungen.
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Ein Säugetier, das Eier legt: Schnabeltier aus den Zoologischen Sammlungen.
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Ein Säugetier, das Eier legt: Schnabeltier aus den Zoologischen Sammlungen.
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