Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Die "Sisters of Design" Anja Krämer (l.) und Claudia Dölling.
Foto: Maike Glöckner
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Martin-Luther-Universität präsentiert neuen Internetauftritt

Nummer 053/2008 vom 29. Februar 2008
Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) ist seit heute (29. Februar 2008) weltweit in einem neuen Design zu sehen: Sachsen-Anhalts größte Hochschule präsentiert sich unter http://www.uni-halle.de mit einem frischen, barrierefreien Internetauftritt.

„Wir bieten eine optisch ansprechende Informationsplattform, die speziell auf die Bedürfnisse von Menschen mit kommunikativen Behinderungen eingeht", sagt MLU-Rektor Prof. Dr. Wulf Diepenbrock. „Die Inhalte wurden aktualisiert und besser strukturiert, alles ist übersichtlicher und leichter zu erschließen. Somit können wir dieses optimale Medium nun noch besser nutzen, um Interessenten alle wichtigen Informationen über die Martin-Luther-Universität zu vermitteln." Natürlich beeinflusse der Internetauftritt auch das Image einer Hochschule. „In dieser Hinsicht stimmt mich unser neues Angebot sehr optimistisch." Es handele sich um eine zeitgemäße Internetpräsenz, angemessen für eine moderne Hochschule wie die MLU. Zugleich gebe es ein seriöses Erscheinungsbild, das auch der mehr als 500-jährigen Tradition der Universität Rechnung trage.

„Natürlich ist die Umstellung des Internetauftritts Teil unserer Marketing-Aktivitäten, zum Beispiel hinsichtlich der Studierendenwerbung", so Torsten Evers, Referent für Hochschulmarketing an der MLU. „Gerade Studieninteressenten nutzen erfahrungsgemäß bevorzugt das Internet, um sich erste Informationen zu verschaffen. Sie sollten, wie alle anderen Zielgruppen auch, die benötigten Informationen schnell finden." Evers zeigte sich sehr erfreut, das Mammutprojekt inklusive der Anpassung des Redaktionssystems in nur einem Jahr bewältigt zu haben. „Die Motivation und die Mitwirkung aller Beteiligten war großartig. Unter anderem gebührt den Programmierern im Uni-Rechenzentrum ein großer Dank, den zahlreichen Redakteuren - und natürlich den Designerinnen."

Gestaltet haben den neuen MLU-Internetauftritt die halleschen Designerinnen Anja Krämer und Claudia Dölling, die gemeinsam die Agentur „Sisters of Design" führen. Sie konnten sich in einem Wettbewerb gegen weitere vier vorausgewählte Agenturen durchsetzen. Acht Entwürfe waren insgesamt eingereicht worden. Mitarbeiter und Studierende sprachen sich in einer Internetabstimmung mit deutlicher Mehrheit für den späteren Siegerentwurf aus, die Jury um MLU-Rektor Diepenbrock entschied sich einstimmig für das Konzept der „Sisters of Design" - wobei während des Entscheidungsprozesses alle Unterlagen stets nur anonymisiert vorlagen.

„Für uns bedeutete dieser Auftrag eine große Herausforderung, viel Arbeit, eine tolle Erfahrung - und natürlich eine sehr gute Referenz", sagt Anja Krämer. Claudia Dölling erläutert einige Grundelemente: „Der hohe Weiß-Anteil und das helle Grün bringen die Frische gleich auf den ersten Blick zum Ausdruck. Mit dem Löwen haben wir ein Element des repräsentativen Universitätsplatzes prominent platziert. Die Gesamtoptik sorgt für einen großen Wiedererkennungswert. Aber am wichtigsten ist uns, dass die Informationen gut strukturiert angeboten werden können." So gebe es eine horizontale Leiste mit Links zu den einzelnen Portalseiten, ergänzt um ein vertikales Navigationsmenü, um sich „in die Tiefe zu hangeln", dazu einen festen Platz für Zusatz- und Kontaktinformationen auf jeder Seite.

„Hervorzuheben ist sicherlich, dass nahezu unser gesamter Internetauftritt nunmehr barrierefrei funktioniert", sagt Marketing-Referent Torsten Evers. „In dieser Hinsicht sind wir Vorreiter." Bundesbehörden müssen seit 2006 ihre Internetseiten barrierefrei gestalten. Entsprechende Landesregelungen sind größtenteils noch nicht erlassen, aber die MLU hatte sich in den Zielvereinbarungen mit der Landesregierung zur Umsetzung der Barrierefreiheit verpflichtet. Die neuen Seiten der Martin-Luther-Universität erfüllen die Vorgaben der Barrierefreien Informationstechnik-Verordnung nach der dort festgelegten Prioritätsstufe eins.

Die Elemente der Seiten sind so programmiert, dass Menschen mit kommunikativen Behinderungen mithilfe dafür vorgesehener Geräte und Software alle Informationen auf alternativen Wegen erhalten können. „Beispielsweise sind Navigationsschaltflächen, Links und Bilder beschriftet. Für den normal sehenden Nutzer sind diese Beschriftungen nicht sichtbar, ein Blinder kann sie sich vorlesen lassen", erklärt Evers. „Von der Barrierefreiheit profitieren Studien zufolge rund 60 Prozent der Menschen, die das Internet beruflich nutzen, also nicht nur diejenigen mit kommunikativen Behinderungen." Dass die MLU-Seiten kontrastreich sind und die Schriftgrößen geändert werden können, komme zum Beispiel auch Menschen zugute, die unter ungünstigen Lichtverhältnissen am Computer arbeiten. Die MLU werde sich mit ihrem Internetangebot um den BIENE-Award bewerben. Damit zeichnen die Aktion Mensch und die Stiftung Digitale Chancen die besten deutschsprachigen barrierefreien Internetseiten aus.

Gepflegt werden die MLU-Seiten über ein spezielles Redaktionssystem. Viele Mitarbeiter der Universität haben bereits entsprechende Schulungen hinter sich, weitere werden folgen. „Die einzelnen Bereiche der Universität haben Redakteure benannt, die die entsprechenden Internetseiten bearbeiten", erläutert Marketing-Referent Torsten Evers. „Wir versprechen uns davon eine Professionalisierung bei der Pflege und dem Ausbau unseres Internetauftritts."


Zahlen zum Internetauftritt der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Seitenumfang (im Redaktionssystem): ca. 12.000 (davon bereits umgestellt: über 80 Prozent)
Subdomains: 270
Anzahl der Redakteure: über 1000
Zugriffe: ca. 130.000 pro Monat (von außerhalb des Universitätsnetzes), dazu ca. 60.000 intern

 

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