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Universität kooperiert mit Olympiastützpunkt

Rektor Diepenbrock: „Wir wollen die Leistungssportler nach Kräften unterstützen“

Nummer 027/2007 vom 20. Februar 2007
Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) und der Olympiastützpunkt Magdeburg/Halle kooperieren verstärkt zum Wohle studierender Spitzensportler. Ihre Zusammenarbeit ist geregelt in einer Kooperationsvereinbarung, die die Partner heute (20. Februar) im Senatssaal der Universität unterzeichnet haben.

Für viele Athleten ist es nicht einfach, ihre sportliche Karriere mit der akademischen Ausbildung in Einklang zu bringen. Mithilfe der Kooperationsvereinbarung soll ihnen dieser Spagat nun erleichtert werden. "Wir wollen die Leistungssportler nach Kräften unterstützen", sagte Prof. Dr. Wulf Diepenbrock, Rektor der Martin-Luther-Universität. "Sportliches Leistungshoch und Ausbildungszeit fallen naturgemäß in ein und denselben Lebensabschnitt. Die jungen Menschen wollen als Sportler Erfolge erzielen und als Studierende die Grundlagen für eine spätere berufliche Karriere legen. Die Mehrfachbelastung können wir ihnen nicht abnehmen, aber Hilfestellungen können wir anbieten."

Dr. Reinhardt Schunke, 1. Vorsitzender des Trägervereins des Olympiastützpunktes Magdeburg/Halle, zeigte sich erfreut über die Vereinbarung. "Immer mehr unserer Top-Athleten und Nachwuchstalente nehmen ein Studium auf. Bei täglich zwei- bis dreimaligem Training und 20 bis 25 Wochen Trainingslager und Wettkämpfen im Jahr muss das Studium sehr individuell geplant werden und verlangt ein hohes Maß an Flexibilität. Wir sind deshalb froh, dass alle Hochschulen Sachsen-Anhalts mit dem Olympiastützpunkt Magdeburg/Halle Partnerschaftsverträge schließen, die den spezifischen Belangen der Spitzensportler im Studium Rechnung tragen."

Der Wasserspringer Andreas Wels, der an der MLU Sport und Germanistik auf Lehramt studiert, sagte dazu: "Bislang konnte man als Sportler in der Regel auf den guten Willen der Dozenten bauen. Jetzt können sich erfreulicherweise alle, Sportler und Dozenten, auf die Vereinbarung berufen. Damit wird die MLU zu einer tragenden Säule der leistungssportlichen Entwicklung in Halle."

Die Kooperationsvereinbarung sieht unter anderem vor, dass sich die Martin-Luther-Universität im Rahmen ihrer rechtlichen Möglichkeiten bemüht, den Athleten persönliche Mentoren zur Seite zu stellen und die Studienplanung auf der Grundlage der sportlichen Verpflichtungen der Athleten zu flexibilisieren. Die Universität gewährt Urlaubssemester zur Vorbereitung auf Olympische Spiele und Weltmeisterschaften und ermöglicht in Einzelfällen ein Teilzeitstudium. Außerdem besteht fortan die Möglichkeit, nach individueller Rücksprache in der einzelnen Fakultät Anwesenheitszeiten flexibel zu gestalten und insbesondere Fehlzeiten nachzuarbeiten. Nach Klärung mit dem jeweiligen Prüfungsamt können auch Abgabe- und Prüfungstermine individuell festgelegt werden. Bei der Vergabe von Studienplätzen soll das sportliche Engagement insbesondere im Rahmen der Härtefallquote sowie bei Anträgen auf Verbesserung der Durchschnittsnote berücksichtigt werden.

Der Olympiastützpunkt empfiehlt die Martin-Luther-Universität wo immer möglich als "Partnerhochschule". Die Laufbahnberater des Olympiastützpunktes stimmen die Studien- und Sportplanungen der Athleten mit den Verantwortlichen der Universität ab. Außerdem wird die Universität regelmäßig über die Leistungsentwicklung der Sportler informiert. Die individuelle Förderung im Sinne der Vereinbarung können A-, B- oder C-Kaderangehörige der Spitzenfachverbände in Anspruch nehmen. Der Olympiastützpunkt benennt die zu fördernden Athleten.

Studierende Spitzensportler sorgen immer wieder für Bestleistungen bei nationalen und internationalen Wettkämpfen. Bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen waren nach einer Studie des Allgemeinen Deutschen Hochschulverbandes 34 Prozent der deutschen Athleten Studierende. Sie waren in Mannschafts- und Einzelwertungen an 23 der 48 deutschen Medaillen beteiligt (5 der 14 Gold-, 7 der 16 Silber- und 11 der 18 Bronzemedaillen). Drei Silbermedaillengewinner studieren an der Martin-Luther-Universität: die Kanuten Marcus Becker und Stefan Henze sowie der Wasserspringer Andreas Wels.

 

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