Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Kantorovič-Forschungspreis geht an Sven Tagge und Matthias Wichmann

Nummer 157/2008 vom 17. Juni 2008
Das Institut für Unternehmensforschung und -führung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg e.V. (ifu) verleiht in diesem Jahr zum achten Mal den angesehenen Kantorovič-Forschungspreis. Über die Auszeichnung dürfen sich die halleschen Nachwuchswissenschaftler Dr. Sven Tagge und Matthias Wichmann freuen. Die Preisübergabe findet am Freitag, 20. Juni 2008, in der Aula der Universität im Löwengebäude statt. Medienvertreter sind herzlich eingeladen.

Das ifu besteht in diesem Jahr 15 Jahre und hat sich vor allem als Veranstalter der hochkarätigen Vortragsreihe „Hallesche Wirtschaftsgespräche" einen Namen gemacht, deren 30. Veranstaltung am 10. Juli mit einem Vortrag des Bundesinnenministers Dr. Wolfgang Schäuble festlich begangen wird. Das Institut widmet sich u.a. in vielfältiger Weise der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Mit dem Kantorovič-Forschungspreis, der jährlich ausgelobt wird, werden hervorragende Dissertationen und Diplomarbeiten gewürdigt, die Schwerpunkte des Forschungsprofils des Wirtschaftswissenschaftlichen Bereiches der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg zum Inhalt haben.

Der Preis ist nach dem in St. Petersburg geborenen Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften Leonid W. Kantorovič benannt, mit dem die Universität bis zu seinem Tode im Jahre 1986 eine enge Zusammenarbeit verband. Neben der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg haben ihm weltweit weitere zehn Universitäten die Ehrendoktorwürde verliehen.

In diesem Jahr dürfen sich Dr. Sven Tagge und Diplom-Wirtschaftsinformatiker Matthias Wichmann über die Preise freuen. Dr. Tagge arbeitet als Assistent am Lehrstuhl Wachstum und Konjunktur und hat sich in der ausgezeichneten Dissertation mit Forschungsinhalten auf dem Gebiet der Fertilität des Menschen befasst. Diese wird durch eine Vielzahl von Faktoren bestimmt, u.a. von der sozialen und ökonomischen Entwicklung einer Gesellschaft. Unter­suchungsgegenstand der Arbeit ist der Einfluss institutioneller Regelungen auf die menschliche Fertilität. Tagge hat Effekte diverser Steuern und Transfers auf Fertilität, Erwerbstätigkeit und Nachfrage nach professioneller Kinderbetreuung innerhalb verschiedener Modellspezifikationen untersucht. Zudem hat der 32-Jährige Ausgestaltungsformen des Alterssicherungssystems bezüglich ihrer Fertilitätseffekte analysiert und stellt ein alternatives Familienrentensystem vor, in dem stärkere individuelle Fertilitätsanreize ermöglicht werden. Jedoch sei die Wirksamkeit familienpolitischer Maßnahmen, die an den Handlungsbeschränkungen der Haushalte ansetzen, begrenzt, sofern die Präferenz der Haushalte für Nachkommen gering ist.

Matthias Wichmann, der nunmehr an der Universität in Braunschweig an seiner Dissertation arbeitet, hat sich in der ausgezeichneten Diplomarbeit - ausgehend von der Tatsache, dass Containerterminals weltweit ein sehr starkes Wachstum verzeichnen - mit dem Problem auseinandergesetzt, dass die Umschlagkapazitäten in Häfen begrenzt sind. Ein effizienter Containerumschlag ist nur durch den Einsatz von Doppelspielen, also dem parallelen Be- und Entladen von Containerschiffen, möglich. In der Arbeit wird ein mathematisches Optimierungsmodell vorgestellt, welches den Umladeprozess im Containerterminal beschreibt. Zudem präsentiert der 27-Jährige eine Lösungsheuristik für Probleminstanzen, welche auf die Problemstruktur ausgerichtet ist. Im Vergleich zu Standardumladestrategien sind demnach Verbesserungen von bis zu 40 Prozent möglich.

Die Übergabe der Preise wird im Rahmen der Diplomübergabe an die Absolventen des Wintersemesters 2007/08 des Wirtschaftswissenschaftlichen Bereiches der MLU am 20. Juni 2008 feierlich vorgenommen. Das Sponsoring der Preise übernehmen in diesem Jahr die Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau und die Verbundnetz Gas AG Leipzig. Für die Dissertation ist der Preis mit 1500 Euro dotiert, für die Diplomarbeit mit 750 Euro. Die Veranstaltung beginnt um 14 Uhr in der Aula der Martin-Luther-Universität im Löwengebäude (Universitätsplatz).

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