Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Kooperationsvertrag der Universitäten Halle-Wittenberg und Jerewan

Nummer 278/2008 vom 20. Oktober 2008
Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) schließt in dieser Woche einen Kooperationsvertrag mit der Staatlichen Universität Jerewan. Eine Delegation der MLU, angeführt von Rektor Prof. Dr. Wulf Diepenbrock, hält sich vom 21. bis 24. Oktober in der armenischen Hauptstadt auf. Die MLU setzt damit ihre Internationalisierungsstrategie weiterhin konsequent um. Zudem stärkt sie ihre Rolle als eine der europäischen Hochschulen mit der größten Armenien-Kompetenz.

„An der Martin-Luther-Universität sind die Sprach- und die Regionalkompetenz vorhanden, zusammen mit einer immensen Expertise im kulturwissenschaftlichen Bereich", führt Rektor Diepenbrock aus. „Diese Ballung ist ein Alleinstellungsmerkmal, das wir weiter ausbauen wollen." Dies entspreche sowohl der Internationalisierungsstrategie der Hochschule als auch einem entsprechenden Landesexzellenz-Schwerpunkt. PD Dr. Armenuhi Drost-Abgarjan vom Orientalischen Institut der MLU ergänzt: „Bereits jetzt wenden sich viele öffentliche wie private Einrichtungen an uns, wenn es um Handschriften und Kulturgegenstände aus dem christlichen Orient geht, aber auch um Beratung bei Kooperationsbeziehungen. Darauf lässt sich sehr gut aufbauen."

Der Kooperationsvertrag mit der Staatlichen Universität Jerewan, den Diepenbrock und sein Amtskollege Professor Aram Simonyan am 22. Oktober unterschreiben werden, sieht gemeinsame Forschungsprojekte und Tagungen ebenso vor wie den Austausch von Lehrenden und Studierenden. Er war im Juni dieses Jahres von Sachsen-Anhalts Kultusminister Jan-Hendrik Olbertz in Jerewan vorbereitet worden und bezieht sich auf die Gebiete Orientalistik, Armenologie, Germanistik und Theologie. In der Germanistik ist die Einrichtung eines Sprachlabors an der Partneruniversität geplant. Einbezogen sind somit gleich drei geisteswissenschaftliche Fakultäten der Martin-Luther-Universität, naturwissenschaftliche Fachbereiche werden folgen. An der MLU soll im Zuge der Kooperation der internationale Masterstudiengang „Armenian Studies" entstehen.

Im bereits bestehenden Bachelor-Studiengang „Wissenschaft vom christlichen Orient" können die MLU-Studierenden die armenische Sprache in all ihren Stufen (Alt-, Mittel- und Neu-Armenisch) lernen. Beziehungen zu Armenien pflegt die hallesche Hochschule bereits seit dem 19. Jahrhundert. In der jüngeren Vergangenheit wurden sie intensiviert. Vor zehn Jahren wurde die MESROP Arbeitsstelle für Armenische Studien als Teil der Stiftung LEUCOREA an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg gegründet. Sie führt u.a. seit 2004 internationale Sommerschulen durch. Auf der Grundlage des Johannes-Lepsius-Archivs werden zudem in Lehre und Forschung an der MLU die deutsch-armenischen Wissenschafts- und Kulturbeziehungen in Geschichte und Gegenwart interdisziplinär thematisiert.

Zur MLU-Delegation zählen neben dem Rektor der Theologe Prof. Dr. Hermann Goltz, seit 2007 Ehrendoktor der Staatlichen Universität Jerewan, der Indogermanist Prof. Dr. Gerhard Meiser, die Armenierin und Armenologin PD Dr. Armenuhi Drost-Abgarjan, Ingrid Stude vom Sprachenzentrum der Universität und Ilja Döbber, studentischer Mitarbeiter des Akademischen Auslandsamts. Döbber, der Deutsch und Sozialkunde auf Lehramt studiert, wird an der 6. Schule von Jerewan über die Studienmöglichkeiten an der Martin-Luther-Universität informieren. Die MLU baut ihre Kontakte zu Schulen im Ausland derzeit weiter aus. Das entsprechende Projekt wird vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) in diesem Jahr mit 22.500 Euro gefördert. Diese Auslandsaktivitäten will die Universität verknüpfen mit dem in jüngster Zeit vom Rektorat entwickelten Projekt „Prime-Gymnasien", bei dem die Hochschule mit besonderen Gymnasien der Region kooperiert.

Die Staatliche Universität Jerewan feiert 2009 ihr 90-jähriges Bestehen. Sie umfasst 22 Fakultäten und beheimatet derzeit rund 13000 Studierende.

 

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