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Ausbildung in Materialwissenschaften: Rektorat begrüßt Überlegungen des Wirtschaftsministeriums

Nummer 046/2009 vom 02. März 2009
Den Überlegungen des sachsen-anhaltischen Wirtschaftsministeriums, an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) ein Ausbildungsangebot im Bereich der angewandten Naturwissenschaften zu schaffen, steht das MLU-Rektorat aufgeschlossen gegenüber. „Wir begrüßen die Initiative, den Anwendungsbezug zu stärken“, sagt Rektor Prof. Dr. Wulf Diepenbrock. Dies könne aber nicht dazu führen, dass die alten ingenieurwissenschaftlichen Angebotsstrukturen wieder eingeführt werden.

Gleichwohl müsse im Kontext der Schwerpunktbildung der Universität über neue Angebotsprofile für Master- und Promotionsstudien in den Materialwissenschaften nachgedacht werden, die eine starke Verankerung in den naturwissenschaftlichen Grundlagendisziplinen haben. Erste Gespräche dazu habe es bereits gegeben. Diepenbrock wies zugleich darauf hin, dass es für das Vorhaben zusätzlichen Finanzbedarf gebe und eine inneruniversitäre Diskussion notwendig sei.

Seit dem Wintersemester 2005/06 erfolgen an der halleschen Universität keine Neuimmatrikulationen in ingenieurwissenschaftliche Studiengänge mehr. Hintergrund ist die 2004 erfolgte Hochschulstrukturreform des Landes. Nun soll es neue Ausbildungsmöglichkeiten v. a. für Materialwissenschaftler an der MLU geben. Master- und Promotionsstudenten sollen aufgenommen werden, so die Idee. Das Ausbildungsangebot könnte an der Naturwissenschaftlichen Fakultät II auf dem halleschen Weinberg Campus angesiedelt werden.

„Die durch die Strukturreform bedingten Veränderungen hat die MLU konsequent und erfolgreich umgesetzt. Insbesondere in den Geisteswissenschaften haben wir sehr hohe Studierendenzahlen, die uns helfen, den Hochschulpakt 2020 zu erfüllen", erklärt MLU-Rektor Diepenbrock. Ein verstärktes Engagement von Wirtschaftsunternehmen als Partner der Universität und nicht zuletzt die steigende Anzahl von Studienanfängern seien klare Anzeichen für die große Attraktivität der Hochschule.

„Natürlich sehen wir trotz der Erfolge die Wichtigkeit des Anliegens, auch strukturell auf die Bedürfnisse der regionalen Wirtschaft zu reagieren", so Diepenbrock. „Die MLU sieht sich auch dazu in der Lage. Allerdings müssen sich entsprechende Initiativen auch im Doppelhaushalt 2010/11 widerspiegeln, der derzeit von der Landesregierung erstellt wird." Bei der Strukturreform habe die MLU die größte Einsparung aller Hochschulen des Landes erbracht.

Allerdings entscheide die MLU autonom über die Etablierung eines neuen Instituts. Eine inneruniversitäre Diskussion sei daher unabdingbar. Diese Diskussion müsse dann, wenn die notwendigen Voraussetzungen vorliegen, in einen Senatsbeschluss münden.

(s.a. PDF-Dokument anbei)

 

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