Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Gastprofessorin Dr. Ikumi Waragai
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Kanbe Torajiro-Gastprofessorin an der Universität Halle

Nummer 075/2009 vom 26. März 2009
Prof. Dr. Ikumi Waragai, Literaturwissenschaftlerin an der Keio-Universität Tokio, ist für eine Woche nach Halle gereist, um Studierende des Studiengangs Japanologie B.A. am Seminar für Japanologie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) über japanische moderne Literatur zu unterrichten. Die Gastprofessur, die den Namen eines Absolventen der Keio-Universität trägt, der 1903 an der Universität Halle promovierte, wird durch die Haniel-Stiftung im Rahmen des Projekts „Haniel Hochschulkooperation Halle/Keio“ unterstützt.

Die Gastprofessorin Dr. Waragai hält ihre halleschen Vorlesungen weder japanisch noch englisch, sondern deutsch, denn neben der Literaturwissenschaft lehrt sie an der Keio-Universität auch die deutsche Sprache. Das Fundament dafür legte sie in der Zeit von 1987 bis 1989, als sie an der Universität Bonn auf dem Gebiet der Germanistik ihre Magisterarbeit schrieb. Ebenfalls an der Bonner Universität promovierte sie zwischen 1990 und 1993 über Georg Büchner. Unterstützt wurde sie dabei durch die Sony-Stiftung und den DAAD.

Seit 1996 lehrt Prof. Waragai an der Keio-Universität. Eine ihrer damaligen Deutsch-Studentinnen studierte anschließend an der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle und arbeitete als studentische Hilfskraft bei Prof. Dr. Christian Oberländer am Seminar für Japanologie. Sie unterstützte ihn bei den gemeinsamen Videokonferenzen, die mit Japanologie-Studierenden der MLU und Germanistik-Studierenden der Keio-Universität Tokio veranstaltet wurden. Dabei lernten sich auch Prof. Waragai und Prof. Oberländer kennen.

„Obwohl wir fast zur gleichen Zeit an der Universität Bonn promovierten, bedurfte es der Entfernung zwischen Halle und Tokio, damit wir uns begegnen", erklärt Professor Oberländer. Seitdem gehören Prof. Waragai und der Arzt und Japanologe Prof. Oberländer zu denen, die Schritt für Schritt die Beziehungen zwischen beiden Universitäten ausbauen helfen. „Diese Partnerschaft, zu der beispielsweise Gastaufenthalte Studierender der MLU in Tokio und Studierender der Keio-Universität in Halle, die Vergabe von Jahresstipendien zum Sprachstudium an der Partneruniversität und die Kanbe Torajiro-Stiftungsprofessur gehören, ist nur durch das große Engagement der Duisburger Haniel-Stiftung möglich, deren Projekt ‚Haniel Hochschulkooperation Halle/Keio' seit 2006 ständig ausgebaut worden ist."

„Torajiro Kanbe, der Namensgeber der Stiftungsprofessur, der vor über hundert Jahren als erster Angehöriger unserer Universität die Universität in Halle besuchte und zum Thema ‚Partnerschaft in Japan' promovierte, engagierte sich nach seiner Rückkehr nach Tokio in bedeutender Position für die weitere Entwicklung der Keio-Universität", sagt Gastprofessorin Ikumi Waragai. Sie ist überzeugt, dass er der eigentliche Begründer der Partnerschaft zwischen der MLU und der Keio-Universität ist.

Gastprofessorin Dr. Ikumi Waragai<br>Foto: Privat
Gastprofessorin Dr. Ikumi Waragai
Foto: Privat
Professor Waragai mit den TeilnehmerInnen des Blockseminars<br>Foto: Privat
Professor Waragai mit den TeilnehmerInnen des Blockseminars
Foto: Privat
Hallenser Studierende in Tokio mit ihren japanischen und deutschen Betreuern<br>Foto: Privat
Hallenser Studierende in Tokio mit ihren japanischen und deutschen Betreuern
Foto: Privat
 

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