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Bundesexzellenzinitiative: Hallesche Universität erst im Finale gestoppt

Cluster „Laboratorium Aufklärung“ nicht bewilligt / Partner lassen sich nicht entmutigen

Nummer 209/2007 vom 19. Oktober 2007
Am Ende hat es nicht ganz gereicht: Die gemeinsame Initiative der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg für einen Exzellenzcluster ist im Finale der zweiten Runde der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder gescheitert. „Das Finale erreicht zu haben, ist dennoch ein großer Erfolg“, sagte MLU-Rektor Prof. Dr. Wulf Diepenbrock. Die Kooperationspartner wollen sich zudem nicht entmutigen lassen und nach anderen Finanzierungsmöglichkeiten Ausschau halten.

Insgesamt hatte die DFG 123 Antragsskizzen für Exzellenzcluster erhalten. 40 Antragsteller hatten es ins Finale geschafft, 20 waren am Ende erfolgreich. Das Gemeinschaftsprojekt der Universitäten Jena und Halle wurde eingereicht unter dem Titel „Laboratorium Aufklärung. Halle, Weimar-Jena und die Gegenwart des langen 18. Jahrhunderts“. Beteiligt waren auch außeruniversitäre Einrichtungen wie die Klassik Stiftung Weimar, die Stiftung Gedenkstätte Buchenwald, die Franckeschen Stiftungen und die Kulturstiftung Dessau-Wörlitz.

„Natürlich sind wir momentan ein wenig enttäuscht. Aber wir haben zusammen mit unseren Partnern das Finale erreicht. Darin sehe ich einen großen Erfolg“, sagte MLU-Rektor Prof. Dr. Wulf Diepenbrock in einer ersten Reaktion. „Zudem dürfen wir uns jetzt nicht entmutigen lassen. Wir sind gut vernetzt, die Kooperationen haben durch die Antragstellung bereits zugenommen, darauf lässt sich aufbauen.“

Prof. Dr. Heinz Thoma, Sprecher der am Antrag beteiligten halleschen Forscher, erklärte: „Wir sind weiterhin gewillt, die geplanten Projekte voran zu bringen. Die Forschung zur Aufklärung verfügt in Mitteldeutschland über einzigartige Ressourcen, die es zu nutzen gilt.“ Die Partner würden nun zusammen darüber beraten, welche alternativen Finanzierungsquellen genutzt werden können.

Im beantragten Cluster sollten die aufklärerischen Grundlagen moderner Gesellschaften erforscht werden. Halle an der Saale war mit der ersten Reformuniversität der Aufklärung Hochburg sowohl des Pietismus als auch des Rationalismus. Mit den interdisziplinären Zentren für die Erforschung der Europäischen Aufklärung sowie für Pietismusforschung haben sich in Halle bereits Strukturen etabliert, die erhebliche Erfolge in der Drittmitteleinwerbung erzielen konnten. Verknüpft sind beide Zentren im Exzellenznetzwerk „Aufklärung, Religion, Wissen. Transformationen des Religiösen und des Rationalen in der Moderne“. Es war im Rahmen der Offensive „Netzwerke wissenschaftlicher Exzellenz in Sachsen-Anhalt“ etabliert worden, die das Kultusministerium ins Leben gerufen hatte.

 

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