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Museumsnacht Halle-Leipzig: Martin-Luther-Universität zeigt ihre Schätze

Nummer 094/2009 vom 20. April 2009
Am 25. April 2009 veranstalten Halle und Leipzig erstmals gemeinsam eine Museumsnacht. Beim „gemischten Doppel Halzig & Leiple“ ist auch die Martin-Luther-Universität (MLU) mit vielen Angeboten vertreten – beispielsweise mit einer Sonderausstellung zum Projekt Naturkundliches Universitätsmuseum und Führungen durch die Schätze der Universität sowie den Geologischen und den Botanischen Garten. Das geplante Graf-Luckner-Museum ist zudem zu Gast im Archäologischen Museum der Hochschule.

Die Luckner-Ausstellung versteht sich als „Museum im Wartestand", dessen erste Exponate bei der Museumsnacht erstmals öffentlich zu sehen sind (Robertinum, Universitätsplatz 12). Derr populäre Seemann und Schriftsteller Graf Luckner hatte entscheidenden Anteil an der Rettung der Stadt Halle mit ihren damals rund 250.000 Einwohnern vor einem vernichtenden amerikanischen Luftangriff.

Im Botanischen Garten (Am Kirchtor 3), einer 4,5 Hektar großen, grünen Oase mit etwa 12.000 verschiedenen Pflanzenarten, finden um 19 und 20 Uhr Führungen statt, Treffpunkt ist jeweils die Universitätssternwarte. Führungen durch den Geologischen Garten (Von-Seckendorff-Platz 3) gibt es von 18 bis 24 Uhr zu jeder vollen Stunde (Treffpunkt am Teich). Dort sind über 120 Steine mit einem Gesamtgewicht von mehr als 300 Tonnen zu sehen - von Exponaten aus dem Kupferschiefer über Kontaktgestein des Meteoriteneinschlages bei Nördlingen bis hin zu Bausteinen des Kölner Doms.

Im Löwengebäude (Universitätsplatz 11) können u. a. die Aula, die Schatzkammer, der Historische Sessionssaal und der Historische Hörsaal besichtigt werden. Zu den Attraktionen zählen außerdem das Anfertigen eines Holzschnittes auf einer historischen Druckpresse, das Kupferstichkabinett, die Sonderausstellung „Tönet reizend stille Flöthen, wenn die Weisheit lieblich lacht" über Musik an den Universitäten Halle und Wittenberg sowie erlesene Weine aus dem Universitätsweinhaus.

Viel zu sehen gibt es auch in den Zoologischen Sammlungen der MLU (Domplatz 4), die für Besucher sonst nicht zugänglich sind. Sie wurden kontinuierlich seit 1769 aufgebaut und gehören heute mit über zwei Millionen Objekten zu den größten Sammlungen Deutschlands. Eine kleine Sonderausstellung bringt den Besuchern in der Museumsnacht die faszinierende Welt der Insekten nahe. Zudem sind Rundgänge durch das 1890 eröffnete wissenschaftliche Schaumagazin möglich. In systematisch geordneter Reihenfolge sind dort Nass- und Trockenpräparate, Eier, Nester, Modelle und anatomische Exponate in 186 historischen Glasvitrinen über zwei Etagen verteilt. Zu den musealen Seltenheiten zählen Kiemenfuß, Palmendieb, Vogelspinne, Mördermuschel, Beuteldachs, Schlitzrüssler, Großohrspringmaus, Erdmännchen, Lappenhopf und Eulenpapagei.

Eine Sonderausstellung in den Zoologischen Sammlungen stellt das Projekt Naturkundliches Universitätsmuseum vor. Beispielexponate von frühen Fossilfunden (aus dem Geiseltal-Museum), modernen, rezenten Säugetierarten (aus den umfangreichen Zoologischen Sammlungen) und gezüchteten Haustierrassen (aus dem Museum für Haustierkunde „Julius Kühn") werden zu einer Evolutionsreihe zusammengestellt. Die Darstellung illustriert den Zusammenhang der einzelnen Fachdisziplinen des zukünftigen Naturkundlichen Universitätsmuseums, das am Friedemann-Bach-Platz entstehen soll. Zur Standortwahl gibt es Info-Poster. Der Leiter des Museumsprojekts Dr. Frank D. Steinheimer beantwortet vor Ort Fragen zum Museumskonzept.

 

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