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Im Spannungsfeld der Spätaufklärung

Kolloquium zu Johann August Eberhard an Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Nummer 179/2007 vom 24. September 2007
Johann August Eberhard (1739-1809) zählt zu den renommierten Vertretern der deutschen Popularphilosophie des späten 18. Jahrhunderts. Sein Wirken an der halleschen Universität erscheint als konservative Positionierung gegenüber den Herausforderungen am Ende der Aufklärungsperiode. Aber greift eine solche Einschätzung nicht zu kurz? Bei einem internationalen Kolloquium an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) wollen Forscher unterschiedlicher Disziplinen vom 1. bis 2. Oktober 2007 Eberhards wissenschaftliche Entwürfe umfänglich sichten und interpretieren, um einen Beitrag zur gegenwärtigen Diskussion des Aufklärungsbegriffs zu leisten.

Das Kolloquium ist überschrieben mit dem Titel „Johann August Eberhard im Spannungsfeld der Spätaufklärung“. Die Organisatoren um Prof. Dr. Hans-Jochim Kertscher vom Interdisziplinären Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung an der MLU gehen davon aus, dass Eberhards disziplinübergreifende wissenschaftliche Entwürfe namentlich auf den Gebieten der Philosophie, Theologie, Ästhetik, Sprach- und Kulturtheorie von der Aufklärungshistoriographie bislang unzureichend dokumentarisch erfasst und theoriegeschichtlich gewürdigt worden sind. „Zu klären ist, durch welche theoriehistorisch-systematischen und situativen Bedingungen Eberhards Stellungnahmen im einzelnen geprägt wurden, wobei namentlich den disziplin- und institutionsgeschichtlichen Veränderungen der mitteldeutschen Universitätslandschaft um 1800 mit der Konkurrenz der Wissenschaftsstandorte Halle und Jena ein besonderes Augenmerk zukommt“, erklärt Professor Kertscher.

Darüber hinaus gelte es zu ermitteln, welche theoriegeschichtlich nachhaltigen Anschlusseffekte Eberhards Werk, das nachweislich Anhängerschaft ebenso wie polemische Gegnerschaft provozierte, für die geisteswissenschaftlichen Konzeptbildungen genannter Disziplinen bzw. Fachgebiete ausgelöst hatte bzw. nach wie vor verzeichnet. Die Ergebnisse dieser Prüfungen sollen in die gegenwärtige Diskussion des Aufklärungsbegriffs eingebracht werden.

Zum Kolloquium werden 30 Forscher aus Deutschland, Österreich und Italien erwartet. Die Veranstaltung wird organisiert vom Interdisziplinären Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung in Verbindung mit dem halleschen Exzellenznetzwerk „Aufklärung, Religion ,Wissen“.

Veranstaltungsort:

Interdisziplinäres Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung

Frankeplatz 1, Haus 54, 06110 Halle (Saale)

Das Programm des Kolloquiums im Internet:

http://www.izea.uni-halle.de/veranst/2007/eberhard_kolloquium.htm

 

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